Liese Prokop bekam als Ministerin ihr erstes Handy

19. Juli 2005, 10:27
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Persönliches Gespräch statt Computer - Ihr Mann lässt sich "keinen Maulkorb verpassen"

Innenministerin Liese Prokop (V) hat sich in der Ö3-Interviewsendung "Frühstück bei mir" als Technologiemuffel offenbart. Sie habe erst nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Dezember ihr erstes Handy bekommen, sagte Prokop in dem am heutigen Sonntag ausgestrahlten Interview. "Ich habe mich lange gewehrt, aber es geht nicht anders."

"Jeder, der mich erreichen wollte, hat mich erreicht"

Während ihrer Zeit als niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin (1992-2004) habe sie mit einem Autotelefon das Auslangen gefunden. "Jeder, der mich erreichen wollte, hat mich erreicht", sagte sie. Prokop bekannte ein, dass sie sich bei SMS (Handy-Kurzmitteilungen) schwer tue. "Ich kann sie lesen, aber nicht schreiben."

Keine E-Mails

Anders als ihr Vorgänger Ernst Strasser (V) kann Prokop auch nicht besonders viel mit Laptops (tragbaren Computern) anfangen. "Ein Laptop ist etwas Schönes, aber ich schau lieber jemanden anderen an und red mit ihm." Auch E-Mails würden ihre Mitarbeiter für sie schreiben. "Die machen das perfekt." Sie halte das persönliche Gespräch mit Menschen für das "allerwichtigste": "Das Face-to-Face ist etwas ganz Anderes, man sieht die Reaktion, und kann es dann ausreden."(APA)

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