Berglauf: Mayr und Heinzle sorgten am Großglockner für EM-Doppel-Gold

22. Juli 2005, 10:02
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Mayr: "Ein wunderschönes Rennen" - Heinzle: "Vorbereitung war perfekt"

Heiligenblut - Nach 12.950 Metern und einer Höhendifferenz von 1.520 Metern machte Florian Heinzle im Ziel auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die Sensation perfekt. Nach der ersten rot-weiß-roten Goldmedaille durch Andrea Mayr bei den Frauen wurde auch der Männerbewerb der vierten offiziellen Berglauf-Europameisterschaft auf dem Großglockner österreichische Beute.

ULC Dornbirn-Athlet Heinzle siegte in 1:11:36 Stunden vor dem Deutschen Helmut Schiessl (1:12:16) und dem italienischen Titelverteidiger Marco de Gasperi, der in 1:12:35 Bronze holte. LCC Wien-Läuferin Mayr hatte zuvor auf der 10,06 Kilometer langen Frauenstrecke über 1.335 Höhenmeter in 1:07:42 Stunden triumphiert. Die Oberösterreicherin hatte im Ziel 1:56 Minuten Vorsprung auf die tschechische Titelverteidigerin Anna Pichtrova und 3:02 Min. auf die drittplatzierte Schweizerin Angeline Joly-Flückieger.

Miese Bedingungen

Bei Regen und Kälte (sechs bis acht Grad Celsius) setzte sich Heinzle rasch an die Spitze des Feldes, bei Halbzeit hatte er bereits einen deutlichen Vorsprung auf seine Verfolger. "Das Anfangstempo war enorm. Der Schlussanstieg war dann extrem hart, ich hatte die letzten 3 Kilometer schon Krämpfe, unter solchen Bedingungen ist es eine super Zeit geworden", bilanzierte der erschöpfte Heinzle im Ziel und fügte hinzu: "Das schlechte Wetter ist mir entgegengekommen, ich mag Hitze nicht so sehr. Die Vorbereitung war offenbar perfekt, schneller hätte ich heute nicht laufen können."

Die Platzierungen der weiteren Österreicher Markus Kröll (22.), Alexander Rieder (32.) und Alois Redl (40.) bescherten der rot-weiß-roten Equipe bei der Heim-EM den sechsten Platz im Team-Bewerb. Der Titel ging an Italien.

Dominante Mayr

Mayr dominierte die Frauen-Konkurrenz von Beginn an. Nach rund sechs Kilometern hatte sie bereits einen Vorsprung von knapp einer Minute, den sie bis ins Ziel noch deutlich vergrößerte. "Ich hatte großen Respekt vor der Strecke und dachte, Anna Pichtrova ist eigentlich unbezwingbar. Aber natürlich habe ich auch immer gehofft, um den Titel mitkämpfen zu können", meinte die erste Berglauf-Europameisterin Österreichs und lüftete ihr Erfolgsgeheimnis: "Mein Motto war 'have fun' und Spaß habe ich heute auch gehabt, es war einfach ein wunderschönes Rennen."

Sandra Baumann belegte als zweitbeste Österreicherin Rang 12, Patrizia Rausch wurde 38. und Petra Summer landete auf Platz 40. Gemeinsam mit Mayr erreichte die ÖLV-Mannschaft Rang sechs im Teambewerb, den Großbritannien gewann.(APA)

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    Mayr fix und fertig und glücklich.

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