Fehlalarm in Birmingham

11. Juli 2005, 13:11
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Verdächtige Päckchen waren harmlos - Vier "kontrollierte Explosionen" ausgeführt - Nach Drohung gesamtes Stadtzentrum geräumt

London - Die britische Polizei hat am Samstagabend Teile der Innenstadt von Birmingham evakuiert und mehrere verdächtige Päckchen untersucht. Diese stellten sich jedoch als harmlos heraus. Schätzungsweise 20.000 Menschen mussten wegen der möglichen Terrorgefahr das Zentrum der zweitgrößten britischen Stadt verlassen.

Die Polizei teilte mit, sie habe sich auf Grund von Hinweisen auf eine "ernst zu nehmende Bedrohung" zu dem "vorbeugenden" Schritt entschlossen. In einem Bus führte die Polizei vier "kontrollierte Explosionen" aus. Dabei zeigte sich, dass es keine Bomben waren. Ein zunächst verdächtiges Päckchen in einem Hotel habe sich ebenfalls als harmlos erwiesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Ein Teil der gesperrten Straßenzüge werde bald wieder geöffnet.

"Ich glaube nicht, dass der Zwischenfall, mit dem wir es hier zu tun haben, etwas mit den Ereignissen in London zu tun hat, das will ich deutlich sagen", erläuterte der Leiter der Polizeiaktion, Stuart Hyde.

Polizeichef Paul Scott widersprach jedoch, der Terrorwarnung in der englischen Stadt Birmingham sei eine echte Bedrohung zu Grunde gelegen. Die Gefahr sei nach Erkenntnissen der Geheimdienste sehr real gewesen, sagte Scott am Sonntag. Einzelheiten zur Art der Bedrohung nannte er nicht.

In London waren am Donnerstag mehr als 50 Menschen durch Bombenanschläge auf U-Bahn-Züge und einen Bus getötet worden. (APA/dpa)

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