Wolfsburg schaltet Sturm aus

29. Juli 2005, 14:22
39 Postings

UI-Cup: Grazer verlieren Zweitrunden-Rückspiel im Schwarzenegger-Stadion unglücklich mit 1:3 und scheiden gesamt mit 3:5 aus

Für Sturm Graz ist das UI-Cup-Abenteuer 2005 am Samstag bereits in Runde zwei zu Ende gegangen. Der Siebente der vergangenen T-Mobile-Bundesliga kassierte gegen den deutschen Bundesliga-Klub VfL Wolfsburg eine 1:3 (0:1)-Heimniederlage und schied eine Woche nach dem überraschenden 2:2 in Deutschland mit dem Gesamtscore von 3:5 aus.

Die Truppe von Coach Michael Petrovic, die in Runde eins die Rangers aus Andorra sicher bezwungen hatte, musste zwei Treffer des Bulgaren Petrow (11./Elfmeter, 78.) und ein spätes Gegentor des argentinischen Jokers Menseguez (92.) hinnehmen, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Routinier Neukirchner (68.) war Sturm jedoch auf dem Weg Richtung Runde drei gewesen.

Früher Gegentreffer per Elfmeter

Bei strömendem Regen begann die Partie aus Grazer Sicht denkbar schlecht, nämlich mit einem frühen Gegentor. Nachdem Nzuzi alleine vor Jentzsch zu lange gezögert hatte (7.), legte Sturms Youngster Gerald Säumel im eigenen Strafraum den argentinischen Spielgestalter D'Alessandro (10.), den fälligen Elfmeter verwandelte der Bulgare Petrow sicher ins linke Eck (11.).

Kein Elfer für Sturm

Im Gegenzug verweigerte hingegen Referee Kari (FIN) nach einer Attacke von Hofland an Filipovic den Grazern einen Strafstoß (13.), Sekunden später scheiterte Silvestre per Kopf am VfL-Goalie (14.). Danach stockten die Sturm-Ausgleichsbemühungen jedoch, die Grazer agierten zu behebig und langsam, die in Bestbestzung angereisten Wolfsburger hatten das Geschehen knapp einen Monat vor dem Start der deutschen Bundesliga (6. August) sicher im Griff.

Verdienter Ausgleich

In der Pause brachte Sturm-Coach Petrovic den offensiven Neuzugang Tsimba ins Spiel und läutete damit die beste Phase seiner Elf ein. Die Hausherren drückten aufs Tempo, Gercaliu (52.) und Verlaat (56.) scheiterten aber an Jentzsch, Filipovic schoss drüber (58.). Nach 68 Minuten war der Bann jedoch gebrochen: Nach Vorlage von Kapitän Jürgen Säumel verwandelte Routinier Neukirchner mit einem gefühlvollen Außenristschuss ins kurze rechte Eck zum umjubelten und verdienten Ausgleich.

Die Grazer hatten damit bereits Drittrundengegner IFK Göteborg vor Augen, doch auf Grund eines unglücklichen Gegentores in der 78. Minute treffen die Schweden nun doch auf die Wolfsburger. Ein Schuss von Petrow, der vor dem Absprung zu Atletico Madrid steht, wurde vom eingewechselten Krammer unglücklich abgefälscht, Goalie Szamotulski war chancenlos. Die Schlussoffensive blieb unbelohnt, stattdessen machte Menseguez in der Nachspielzeit mit dem 1:3 alles klar. (APA)

UEFA-Intertoto-Cup (UI-Cup), 2. Runde, Rückspiel:

  • SK Sturm Graz - VfL Wolfsburg 1:3 (0:1). Schwarzenegger-Stadion, 6.712, SR Petteri Kari/Finnland. Hinspiel: 2:2. Wolfsburg mit einem Gesamtscore von 5:3 weiter.

    Torfolge:
    0:1 (11.) Petrow (Foul-Elfmeter)
    1:1 (68.) Neukirchner
    1:2 (78.) Petrow
    1:3 (92.) Menseguez

    Sturm: Szamotulski - Neukirchner, Silvestre, Verlaat, Gercaliu - Nzuzi (46. Tsimba), G. Säumel (83. Rottensteiner), J. Säumel, Filipovic, Sarac (74. Krammer) - Mujiri

    Wolfsburg: Jentzsch - Sarpei (74. Menseguez), Quiroga, Hofland, van der Heyden (94. Schnoor) - Karhan, Thiam, D'Alessandro, Petrow - Klimowicz (63. Fischer), Topic

    Gelbe Karten: J. Säumel, Sarac bzw. van der Heyden, Topic, Petrow

    3. Runde (16. und 23. Juli): IFK Göteborg - VfL Wolfsburg

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Viele Diskussionen im Schwarzenegger Stadion. Säumel (li) im Gespräch mit Sarac. Leicht im Abseits: Schiedsrichter Kari Petteri.

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Glückliche "Wölfe": Petrov (li) und Topic.

    Share if you care.