Fünf Fragen zum EuGH-Urteil

14. Juli 2005, 14:25
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Das Urteil lässt einige Fragen offen. DER STANDARD versucht den zukünftigen Studierenden die wichtigsten zu beantworten

Frage: Wie dürfen die Unis den Zugang beschränken?

Antwort: Durch Auswahlverfahren vor der Zulassung - wie in Medizin geplant - oder bis zu zweisemestrige Eingangsphasen. Schulnoten dürfen dabei herangezogen werden, allerdings nicht als alleiniges Kriterium. Zusätzlich ist eine Befristung der Regelung auf zwei Jahre vorgesehen.

Frage: Welche Konsequenzen ziehen die Unis?

Antwort: Die Medizin-Uni Wien setzt derzeit auf "first come - first serve", will aber auf Eignungstests umstellen. Die Med-Uni Graz plant ein Ranking-System, die Uni Wien hat ein "Frühwarnsystem", die Veterinärmedizinische Uni in Wien setzt auf ein mehrstufiges Auswahlverfahren.

Frage: Wann beginnt die Inskriptionsfrist an den Unis?

Antwort: In Wien läuft sie an an der Medizin-, Wirtschafts- und "Haupt"-Uni bereits seit Anfang Juli. An der Med-Uni Innsbruck startet sie am 29. 8., an der Med-Uni Graz und an Veterinärmedizin in Wien am 1. 9. Wer sich vor dem 7. Juli eingeschrieben hat, hat einen fixen Platz.

Frage: <&v>Wie viele Deutsche werden erwartet?

Antwort: Im Bildungsministerium rechnet man mit bis zu 80.000 möglichen Studenten aus Deutschland, die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen mit 55.000.

Frage: Wollen Ausländer überhaupt zu uns?

Antwort: Ja. Von jenen Fächern, bei denen Zugansbeschränkungen kommen, hat BWL knapp 20 Prozent Ausländeranteil, knapp gefolgt von der Zahnmedizin (19,4 %). (wid/DER STANDARD, Printausgabe, 9./10.7.2005)

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