Milleniumsziele betreffen auch Frauen

8. Juli 2005, 18:26
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Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, soll bis 2015 halbiert werden

Gleneagles - Vor fünf Jahren haben sich 150 Staats- und Regierungschefs bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen auf so genannte Millenniumsziele im Kampf gegen Armut in der Welt geeinigt. Im September soll auf dem "Millennium+5-Gipfel" bei der UNO-Generalversammlung in New York eine erste Bilanz gezogen werden.

Ziele

Konkret soll der Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, bis zum Jahr 2015 halbiert werden. Auch die Kindersterblichkeit soll deutlich reduziert werden. Zudem soll allen Kindern eine Volksschulausbildung ermöglicht werden. Ferner soll die Gleichstellung der Geschlechter und die politische, wirtschaftliche und soziale Beteiligung von Frauen gefördert werden. Aids, Malaria und andere übertragbare Krankheiten sollen stärker bekämpft werden. Schließlich soll der Schutz der Umwelt verbessert werden.

Ein Fünftel der Weltbevölkerung von extremer Armut betroffen

Nach Zahlen internationaler Organisationen beeinträchtigt extreme Armut etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung. Mehr als ein Milliarde Menschen müssen am Tag mit weniger als einem US-Dollar auskommen. 100 Millionen Kinder können keine Schule besuchen. Jede Stunde sterben nach UNICEF-Angaben 1200 Kinder. Um die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen, müssten die in der OECD zusammengeschlossenen Industrieländer ihre für 2006 vorgesehene Entwicklungshilfe nach Expertenrechnungen um etwa 40 Milliarden US-Dollar (33,6 Mrd. Euro) erhöhen. (APA/dpa)

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