OMV rechnet mit dreijähriger Hochpreisphase

29. Juli 2005, 14:53
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Ruttenstorfer: Bis 2008 soll Petrom im Konzern voll integriert sein - Die beiden Petrom-Raffinerien bleiben und werden modernisiert

Wien - "Ich glaube, dass die nächsten drei Jahre ein Fass Öl 40 bis 50 Dollar kosten wird. So lange wird es nämlich dauern, bis die Investitionen zu einer höheren globalen Ölproduktion führen", erklärt OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer im "Kurier" (Samstag-Ausgabe). Dann sollten die Notierungen deutlich sinken - Ruttenstorfer nannte einmal mehr den Zielpreis von 30 Dollar ((25,2 Euro).

Nachfrage lässt nach

Schon jetzt bemerke der Konzern, dass die Nachfrage nach Mineralölprodukten in Deutschland und Österreich nachlasse. In den Reformländern gebe es dagegen noch ein verhaltenes Wachstum. Die OMV habe bereits ihr Budget für Exploration und Produktion auf 180 Mio. Euro verdoppelt. Die Förderproduktion werde heuer auf 340.000 Fass pro Tag kommen. Das sind im Jahr rund 17 Mio. t Öläquivalent. Die Hälfte davon wird Gas sein, so der OMV-Boss.

Im Ergebnis wirkt sich eine Veränderung des Dollar zum Euro um 10 Cent mit rund 35 Mio. aus - im Falle einer Dollaraufwertung positiv, bei einer Abwertung zum Euro negativ, so Ruttenstorfer. Und ein Dollar auf oder ab im Ölpreis wirkt sich mit 20 Mio. Dollar aus. Das betreffe aber nur die OMV ohne Petrom.

80 Mitarbeiter nach Rumänien

Ruttenstorfer nahm auch zu der Entwicklung bei der kürzlich erworbenen Petrom Stellung. Seit September sind demnach 80 OMV-Mitarbeiter aus Österreich nach Rumänien übersiedelt. Weitere 80 Mitarbeiter pendeln zwischen Wien und Bukarest. Bis 2008 soll Petrom im Konzern voll integriert sein. "Derzeit beschäftigen wir 50.737 Leute bei Petrom. Die Dimensionierung auf ein international übliches Niveau wird Schritt für Schritt in Übereinstimmung mit den Gewerkschaften erfolgen", betonte Ruttenstorfer. Die beiden Petrom-Raffinerien bleiben und werden modernisiert.

Ruttenstorfer gab sich zu weiteren Expanionsplänen bedeckt, nur soviel: 2006 soll der serbische Raffinerieverbund Nis mit den beiden Standorten Pancevo und Novisad privatisiert werden - "das beobachten wir mit Interesse". (APA)

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