HCI strebt auch Börsegang in Wien an

18. Juli 2005, 09:41
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Deutsche Fondsgesellschaft prüft neben der geplanten Hauptnotiz in Frankfurt auch Börsegang in Wien

Wien - Die deutsche Fondsgesellschaft HCI Capital AG will an die Börse. Neben einer geplanten "Hauptnotiz" an der Frankfurter Börse "prüfen wir auch intensiv einen Börsegang in Wien", erklärte HCI-Vorstandschef Harald Christ heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Wien. Zudem wird ein Listing an der Börse Hamburg angestrebt.

Erfolgen soll der Börsegang "bei günstigem Marktumfeld" in den nächsten elf Monaten. Mit dem Initial Public Offering (IPO) will HCI zu einer Publikumsgesellschaft mit breiter Streuung werden.

Österreich erster Auslandsmarkt

Für HCI, die sich auf geschlossene Fonds in den Bereichen Schiffe, Immobilien, Private Equity und gebrauchte Lebensversicherungen spezialisiert hat, ist Österreich "der erste und wichtigste Auslandsmarkt". Wie in Deutschland will Christ auch hier "gut verdienende Privatkunden" und institutionelle Anleger wie Versicherungen, Banken oder Stiftungen ansprechen.

Speziell für Österreich bietet HCI derzeit eine Beteiligung an dem Frachtschiff "S Julia" an. Es wurde in der Volkswerft Stralsund gebaut und kann bis zu 2.500 Standardcontainer befördern. Der Kaufpreis sei mit 37,8 Millionen Dollar (31,6 Miollionen Euro) vergleichsweise günstig gewesen. Das Schiff wird im Pool mit 32 typengleichen Schiffen vom Hamburger Poolmanager Peter Döhle betrieben, die Bereederung erfolgt druch die renommierte Reederei Schepers.

Rendite von 8 Prozent

Das Schiff sei gegen alle "marineüblichen Risken" versichert, Christ stellt eine Rendite von 8 Prozent ab 2006 in Aussicht, die sich auf 12 Prozent am Ende der 12-jährigen Laufzeit (2017) steigern soll. Das gesamte Emissionsvolumen liege bei 10 Mio. Euro, davon seien 3 Mio. bereits platziert. Anleger können sich über einen Einmalerlag von mindestens 10.000 Euro plus 5 Prozent Agio (Aufschlag) beteiligen.

Der Verkauf des Schiffes ist für 2017 geplant, zirka 85 Prozent des Verkaufserlöses (kalkuliert mit 40 Prozent) sollen ausgeschüttet werden. (APA)

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