Parkinson: Behandlung mit Wachstumsfaktor kann verlorene Nervenzellen ersetzen

15. Juli 2005, 20:26
posten

Bei britischer Pilotstudie verbesserte sich die Bewegungsfähigkeit deutlich

London - Die Behandlung mit einem Wachstumsfaktor kann bei Parkinson-Patienten nicht nur die Symptome verbessern, sondern auch verlorene Nervenzellen im Gehirn ersetzen. Dies zeigt eine Pilotstudie an fünf Patienten, denen der Faktor GDNF direkt in die geschädigten Hirnbereiche injiziert wurde. Innerhalb einiger Monate verbesserte sich bei den Testpersonen deutlich die Bewegungsfähigkeit. Dies hielt während der gesamten vierjährigen Behandlung und sogar nach dem Ende der GDNF-Gabe an.

Den Grund für die verbesserte Symptomatik wiesen Mediziner der britischen Universität Bristol nun an einem der Patienten nach, der an einem Herzinfarkt gestorben war. Die Obduktion des Gehirns ergab, dass in der von der Krankheit geschädigten Hirnregion neue Nervenzellen entstanden waren. "Dies ist der erste neuropathologische Hinweis darauf, dass die Infusion von GDNF bei Menschen das Wachstum von Dopamin-Fasern verursacht und dabei die Schwere der Parkinson-Erkrankung verringert", sagte Professor Seth Love in der Fachzeitschrift "Nature Medicine".

Die Parkinson-Krankheit geht mit dem Verlust von Nervenzellen einher, die den Botenstoff Dopamin enthalten. Dies führt zu den typischen Symptomen wie etwa Muskelzittern. (APA/AP)

Share if you care.