Stickstoffmonoxid für Frühgeborene

10. Juli 2005, 11:00
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Studie: Hirnschäden werden vermieden

Chicago - Die Gabe von Stickstoffmonoxid (NO) schützt das Gehirn von frühgeborenen Kindern vor bleibenden Schäden. Wird der verabreichte Sauerstoff mit geringen Mengen NO angereichert, so verringert dies nicht nur das Risiko für chronische Lungenerkrankungen und schwere Hirnblutungen des Babys. Gleichzeitig verhindert das Mittel auch Hirnschäden, wie eine Studie der Universität Chicago nun ergab.

Die Mediziner untersuchten 138 Kinder im Alter von zwei Jahren, die bei der Geburt entweder ausschließlich Sauerstoff oder aber mit NO angereicherten Sauerstoff erhalten hatten. Von jenen Kindern, die NO bekamen, wiesen 24 Prozent dauerhafte Hirnschädigungen auf. In der anderen Gruppe lag dieser Prozentsatz fast doppelt so hoch.

"Dies ist die erste Therapie für frühgeborene Kinder, die eine deutliche Auswirkung auf die Gehirnentwicklung gezeigt hat", sagte Studienleiter Michael Schreiber im "New England Journal of Medicine". Derzeit laufen größere Studien, um den Nutzen der Therapie zu bestätigen. Worauf der Schutzeffekt von NO beruht, ist bisher nicht genau bekannt. Auch die optimale Dosierung sowie die Dauer der Gabe müssen noch ermittelt werden. (APA/AP)

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