Med-Uni Wien: Schon 700 Deutsche vorerfasst

14. Juli 2005, 14:26
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Größter Teil hat sich heute, Freitag, angemeldet

Wien - Einen Tag nach Verkündung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu den Zugangsregelungen an den österreichischen Universitäten hat offenbar der erwartete Ansturm deutscher Studierwilliger eingesetzt. Die Medizin-Uni Wien verbuchte Freitagnachmittag bereits 700 Voranmeldungen von Deutschen. Der Großteil sei heute, Freitag, eingegangen, sagte ein Uni-Sprecher.

Die Vorerfassung ist noch keine Inskription. Zunächst muss noch die Studiengebühr eingezahlt und der Weg zur Zulassungsstelle angetreten werden. Dies dauert erfahrungsgemäß einige Tage.

Kontingent bald erschöpft

Mit rund 700 Voranmeldungen aus Deutschland, 300 Voranmeldungen aus Österreich und rund 900 fix inskribierten Studenten wäre das Kontingent von 1.560 Kleingruppenplätzen an der Medizin-Universität Wien bereits ausgeschöpft. Allerdings gilt erst als Student, wer nach der Voranmeldung seinen Zahlschein mit den Studiengebühren eingezahlt und sich anschließend an der Uni eingeschrieben hat: Für die 1.000 Vorangemeldeten beginnt nun also ein Wettlauf um die Plätze nach dem Motto: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst."

Die Med-Uni kündigte an, dass das kritisierte System "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" im kommenden Jahr in einen Eignungstest umgewandelt werden soll. Allerdings waren sich Rektorat, Senat und studentischer Universitätsvertretung in einer gemeinsamen Krisen-Sitzung einig, dass dafür die Zahl der Studienanfänger noch einmal halbiert werden sollte.

Aufnahmeprüfung geplant

Im weiteren Verlaufe des Medizinstudiums gibt es nämlich schon jetzt eine Hürde, nur 600 kommen in die klinischen Fächer des zweiten Studienabschnittes. Ausschlaggebend ist dabei die Prüfungsleistung des ersten Studienabschnittes. Mit Einführung eines Eignungstests für Studienanfänger würde es deshalb bereits zwei Hürden geben. Es erscheine allen Beteiligten daher sinnvoller, die Zahl der Anfänger auf rund 700 zu limitieren und dafür auf das Auswahlverfahren vor dem zweiten Abschnitt zu verzichten, so der Uni-Sprecher.

(APA)

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