UNO-Weltbevölkerungstag fokussiert Geschlechtergleichheit

8. Juli 2005, 13:02
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"Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit fördern und schützen"

Wien - Die Geschlechtergleichheit ist das zentrale Thema des diesjährigen UNO-Weltbevölkerungstages, der jedes Jahr am 11. Juli und somit am kommenden Montag begangen wird. "Lasst uns beschließen, die Rolle von Frauen und Mädchen durch unser Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter zu stärken", sagte UNO-Generalsekretär Kofi Annan in seiner Botschaft zum Weltbevölkerungstag.

Ziele der UNFPA

Seit mehr als 30 Jahren ist es ein Anliegen der UNFPA, des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf Gleichstellungsfragen zu lenken, gesetzliche und politische Reformen sowie Datenerhebungen zur Gleichberechtigung zu fördern und Projekte zu unterstützen, die Frauen wirtschaftlich und politisch stärken. UNFPA unterstützt darüber hinaus die Menschenrechte von Frauen und arbeitet daran, ihre Stellung in jedem Lebensabschnitt zu verbessern.

"Die Welt kann mehr leisten", sagte UNFPA-Exekutivdirektor Thoraya Ahmed Obaid am Freitag in einer Aussendung. Die Lösungen seien "bekannt und effektiv". Sie würden u.a. die Beseitigung von Barrieren beinhalten, die Frauen an der Teilnahme am sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben hindern sowie Informationskampagnen und die Anwendung von politischen Grundsätzen, die auch "das Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit fördern und schützen". Gleichheit sei ein Ziel, das nachhaltiges politisches Engagement und Führungskraft verlange. Für den Weltbevölkerungstag forderte Obaid die Entscheidungsträger auf, "die großen Vorteile zu erläutern, die gleiche Rechte der gesamten Menschheit bieten, und konkrete und dringende Aktionen einzuleiten, damit diese Rechte Realität werden".

Über 9 Milliarden Menschen zu erwarten

Derzeit leben laut den Vereinten Nationen rund 6,5 Milliarden Menschen auf der Welt. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis 2050 auf 9,1 Milliarden ansteigt. 81 Prozent leben derzeit in unterentwickelten Regionen, bis 2050 sollen es 86 Prozent sein. Dem gegenüber wird die Bevölkerungszahl in entwickelten Regionen einem Bericht der Hauptabteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten der UNO zufolge im Jahr 2050 weitgehend unverändert bei 1,2 Milliarden liegen.

In Österreich, so die UNO, unterscheiden sich die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung deutlich von denen in Entwicklungsländern: Anfang 2004 betrug die EinwohnerInnenzahl Österreichs nach Angaben von Statistik Austria 8,14 Millionen. Durch Zuwanderung wuchs die Bevölkerung leicht um 0,5 Prozent. Gleichzeitig steigt aber die Lebenserwartung. Die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in Österreich liegt bei 82 Jahren und bei Männern bei 76 Jahren. Diese Tendenz einer höheren Lebenserwartung und des langsameren Bevölkerungswachstums stelle vor allem an das Pensionssystem große Anforderungen. (APA)

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UNFPA

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    Drillingsgeburt in Südafrika.
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