EU zwingt Deutsche Telekom zu Verzicht auf Entgelterhöhung

16. Juli 2005, 10:02
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Telekom fühlt sich "von Brüssel erpresst"

Auf Drängen der EU-Kommission zieht die Deutsche Telekom einem Zeitungsbericht zufolge einen Antrag auf Erhöhung eines Nutzungsentgelts beim Regulierer zurück. In einem Schreiben an die Kommission kündige der Konzern an, sich an ein Ultimatum der Brüsseler Behörde zu halten, berichtete die Zeitung "Die Welt" am Donnerstag vorab aus ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben.

Eingeschritten

Die Telekom habe beim Regulierer eine Erhöhung der Gebühr für das so genannte "Line Sharing" auf 4,77 von 2,43 Euro je Monat und Teilnehmer beantragt. Die EU-Kommission sei gegen diesen Antrag eingeschritten, weil sie die Telekom vor einem Jahr gedrängt hatte, die Miete herabzusetzen, berichtete die Zeitung. "Line Sharing" ist ein Vorleistungsprodukt für Konkurrenten der Telekom, die schnelle Internetanschlüsse (DSL) anbieten. Die Telekom müsse nun einen neuen Antrag bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) in Höhe der bisher geltenden 2,43 Euro einreichen.

Telekom fühlt sich "von Brüssel erpresst"

"Wir fühlen uns von Brüssel erpresst", zitiert die Zeitung einen Telekom-Manager. Die EU verkenne, dass der Wettbewerb in Deutschland sehr hart sei. (APA/Reuters)

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