Siebel rutscht ins Minus

16. Juli 2005, 09:59
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Restrukturierungskosten belasten Bilanz - Umsatz unter den Erwartungen

Der kalifornische Softwarespezialist Siebel Systems hat nach vorläufigen Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal die Analystenerwartungen verfehlt und rutscht in die roten Zahlen. Wie das Unternehmen in der Nacht auf heute, Freitag, mitteilte, liegen die Umsätze zwischen 312 und 314 Mio. Dollar. Sonderkosten im Rahmen eines kürzlich gestarteten Restrukturierungsprogramms belasten die Quartalszahlen mit rund 75 Mio. Dollar. Siebel muss deshalb nach eigenen Angaben einen operativen Verlust von 74 bis 77 Mio. Dollar hinnehmen. Ohne die Sonderkosten hätte das Unternehmen den Breakeven erreicht.

Ermutigende Zeichen

"Siebels vorläufige Quartalszahlen zeigen ermutigende Zeichen von Fortschritt, unterstreichen aber auch klar Bereiche, in denen Verbesserungen notwendig sind", sagte Siebel-Chef George T. Shaheen. Obwohl vom Umsatz her in allen Kategorien Zuwächse gegenüber dem Vorquartal verzeichnet wurden, sei Siebel im Hinblick auf Lizenzumsätze und Gewinnziele hinter den Erwartungen zurückgeblieben, so Shaheen. Der Manager hat erst vor knapp drei Monaten die Nachfolge des ehemaligen Siebel-CEOs Mike Lawrie übernommen.

Konkurrenz

Siebel kämpft derzeit mit der zunehmenden Konkurrenz durch den deutschen Softwareriesen SAP und aufstrebende Wettbewerber wie Salesforce.com. Analysten rechnen deshalb für das Gesamtjahr mit leicht rückläufigen Umsätzen, berichtet das Wall Street Journal. Für das abgelaufene Quartal hatte die Wall Street einen Umsatz von 319 Mio. Dollar sowie ein operatives Plus von 0,02 bis 0,03 Dollar pro Aktie ohne Sonderkosten prognostiziert. (pte)

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