5. Etappe: Ein Tag mit Hindernissen

29. Juni 2006, 15:36
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Kanadier Barry gewinnt stark verkürztes Teilstück, Summer Dritter - Schlechtwetter und ein Murenabgang behin­derten Rundfahrt

Graz - Wetterkapriolen haben am Freitag die Durchführung der fünften Etappe der Hervis-Tour in Frage gestellt. Nach zweimaliger Verlegung des Starts, Streichung der Bergwertungen und einem glimpflich verlaufenen Murenabgang wurde schließlich anstatt einer 201-km-Etappe ein 50-km-Abschnitt von Salla nach Graz gefahren. Zwei Ausreißer retteten sich ins Ziel, der Kanadier Michael Barry (Discovery Channel) siegte vor dem Franzosen Cyril Lemoine, und der Steirer Jochen Summer (Elk Haus Schrems) entschied 16 Sekunden dahinter den Sprint des Feldes für sich.

In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten. Der Spanier Juan Miguel Mercado verteidigte an seinem 27. Geburtstag das Gelbe Trikot erfolgreich, vor der vorletzten Etappe am Samstag nach Podersdorf (202 km) hatte der QuickStep-Profi 19 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Johann Tschopp und 30 auf den drittplatzierten Gerhard Trampusch.

Die Fahrer hatten um acht Uhr früh in Kitzbühel von der Verlegung des Starts nach Murau erfahren, weil auf dem Sölkpass (1.788 m) mehr als zehn Zentimeter Neuschnee lagen. Wegen widriger Bedingungen wurde auch noch das Gaberl (1.551 m) aus dem Programm genommen. Damit nicht genug, wurden auf dem Weg zum neuen Startort Salla die Teamautos zwischen Gaberl und Salla auch noch von einer Mure gestoppt, die die Straße blockiert hatte.

Die Verkürzung aus Sicherheitsgründen fanden die Profis durchaus in Ordnung. "Aber ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, nach sechs Stunden im Auto noch ein Rennen zu fahren", meinte Trampusch, der nach dem Ziel in einen glimpflich verlaufenen Sturz verwickelt war. Stefan Rucker (Elk/14.) war die Gabel gebrochen. Der Schneefall in den Bergen hatte Trampusch die Chance genommen, die geplante Attacke zu lancieren und sich in der Gesamtwertung zu verbessern. "Jetzt geht es primär darum, den dritten Platz abzusichern", sagte der Profi des deutschen Akud-Teams.

Rene Haselbacher war enttäuscht, dass die Teams der Sprinter nicht gemeinsam die Jagd auf die Ausreißer organisiert hatten. Er war selbst in einer Spitzengruppe gewesen, die aber wieder vom Feld gestellt wurde. Im Finish wollte der Gerolsteiner-Fahrer angesichts der nassen Fahrbahn und wilder Attacken nicht mehr riskieren. "500 m vor dem Ziel bin ich ausgeschwenkt", sagte der Burgenländer. Auch Superstar Erik Zabel (GER) mischte sich nicht in den Sprint um Rang drei.

Mercado war von der Verkürzung der Etappe auf ein Viertel der Distanz nicht so angetan. "Das Feld war kaum zu kontrollieren, gleich nach dem Start in einer Abfahrt haben sich einige Gruppen gebildet, jeder wollte gewinnen, aber zum Glück hat sich im Klassement nichts geändert", sagte QuickStep-Teamchef Rik van Slycke. (APA)

Ergebnisse der Hervis-Tour (57. Österreich-Rundfahrt ) vom Freitag: 1. Michael Barry (CAN/Discovery Channel) 1:04:19 Stunden - 2. Cyril Lemoine (FRA/Credit Agricole) 0:02 zurück - 3. Jochen Summer (AUT) 0:16 - 4. Sergio Marinangeli (ITA/Naturino) 0:16 - 5. Fabio Borghesi (ITA/Miche) - 6. Giuseppe Palumbo (ITA/Acqua e Sapone) - 7. Jeremy Hunt (GBR/Mr. Bookmaker) - 8. Tom Vannoppen (BEL/Mr. Bookmaker) - 9. James Vanlandschoot (BEL/Landbouwkrediet) - 10. Geoffroy Lequatre (FRA/Credit Agricole) ... 12. Thomas Mair (AUT/Resch und Frisch Wels) - 13. Christian Pömer (AUT/APO Sport Linz) - 14. Stefan Ruckern (AUT/Elk Schrems) - 17. Werner Riebenbauer (AUT/Apo Sport) und das Feld, alle gleiche Zeit

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    So eine Österreich-Tour hat's in sich.

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