Mahnwache der Frauen in Schwarz

11. Juli 2005, 20:35
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Mediale Öffentlichkeit für die Trauernden und Opfer der Massaker von Srebrenica - auch zum Schutz der Demonstrierenden

Belgrad - Die antimilitaristische und gewaltfreie Frauenorganisation "Frauen in Schwarz" mahnt anlässlich des 10. Jahrestages der Massaker von Srebrenica am 10. Juli die Verantwortlichkeit der Öffentlichkeit und politischer RepräsentantenInnen ein, Kriegsaufarbeitung zu unterstützen und einen Demokratisierungs- und Friedensprozess insbesondere in Serbien und Montenegro zu gestalten.
Seit des Bestehens der "Frauen in Schwarz" setzen sich diese zusammen mit anderen Frauen- und Friedensaktionen für die Aufarbeitung der Vergangenheit ein.
Auch dieses Jahr werden sie anlässlich des Jahrestages der Massaker im Zentrum der Belgrader Innenstadt eine Mahnwache abhalten.

Bedrohung

Letztjährig konnten Übergriffe auf die Demonstrierenden durch ein Polizeiaufgebot unterbunden werden, was dem Umstand zu verdanken war, dass Minister Tadic' Rede zum Amtsantritt für den darauf folgenden Tag bevorstand.
Insbesondere nationalistische und faschistische Gruppen und Einzelpersonen instrumentalisierten die Massaker für ihre gewalttätigen und menschenverachtend Parolen, so die Organisation. Für diese wäre der Jahrestag vielmehr ein Anlass, ihre "Helden" Mladic und Karadzic zu feiern und ein weiteres Srebrenica zu fordern.

Heuer könnten die AktivistenInnen der Mahnwache nicht mit politischer Unterstützung rechnen und sich nicht auf staatlichen Polizeischutz verlassen, so die "Frauen in Schwarz" in einer Aussendung. So hoffen sie auf internationale mediale Öffentlichkeit, um eine friedliche Mahnwache sicher zu stellen.(red)

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