Anleger haben Milliarden verloren

27. Juli 2005, 18:53
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An Londoner Börse nach Anschlägen fast 25 Milliarden Euro vernichtet - Höchster Tagesverlust seit August 2004

London - An der Londoner Börse haben Anleger am Donnerstag nach den Anschlägen auf Busse und U-Bahnen Milliarden verloren. Der Handelsplatz stand zeitweise still. Einige Finanzinstitute räumten sogar ihre Gebäude. Mindestens 33 Menschen wurden bei den Anschlägen getötet, Hunderte verletzt.

Der Leitindex der britischen Börse, der FTSE-100 beendete den Handel mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 5158,3 Punkten. Damit wurden allein in diesem Index 17 Milliarden Pfund Sterling - umgerechnet fast 25 Milliarden Euro - vernichtet. Der Verlust von 71,3 Zählern war der höchste an einem Handelstag seit August 2004.

Zwischenzeitlich waren die Abschläge allerdings noch deutlicher ausgefallen. Der Index erreichte sein Tagestief bei 5.022,1 Punkten, ein Minus von rund vier Prozent. Verkauft wurden vor allem die Aktien aus der Touristikbranche. Bei Anbietern von Reisen und Hotels befürchteten Investoren angesichts der Anschläge sinkende Umsätze, weil möglicherweise einige Kunden ihre Urlaubspläne auf Eis legen. Anleger stießen auch das britische Pfund ab. Die Währung fiel zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit 19 Monaten. Stattdessen waren als sicherer geltende Anlagen gefragt, etwa Staatsanleihen. (APA/Reuters)

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