Das Obst wehrt sich

9. Juli 2005, 17:43
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Milan Simic und Josef Schartner präsentierten Teile ihrer "Furious Orange"-T-Shirt-Kollektion

Josef Schartner lässt Obst sprechen. Weil er es unfair findet, dass Orangen ungefragt und schamlos instrumentalisiert werden: Was können, fragt sich der Betreiber der PR-Agentur "release", die Zitrusfrüchte dafür, dass sich Politiker Wesen und Farbe der Orange unter den Nagel reißen? Noch dazu, wo Orange nicht bloß eine Modefarbe ist, sondern von jeher zu Schartners Lieblingsfarben gehört? Am Anfang war der Wiener da nur grantig - aber er merkte rasch, dass es anderen nicht anders ging. Und so kam der PR-Mann mit dem Ex-"Schönheitsfehler"-Rapper Milan Simic zusammen. Simic betreibt unter www.merchzilla.com ein T-Shirts-On-Demand-Label ("Bock auf Bier", zugunsten der Flüchtlingshelferin Ute Bock stammt aus seinem Werk) - und so wurde aus dem Farb-Usurpations-Frust eine Idee: Die Orangen (das Obst), beschlossen Schartner und Simic, sollten ihrem Ärger Luft machen. Per T-Shirt. Und per Homepage www.furiousorange.com. Und damit niemand dem Sommergag eine falsche Heimat zuschreibt, gibt es auf der Homepage auch einen "furiousplums"-Button. "Weil", meinen Schartner und Simic, "Zwetschken schon viel länger einen Grund hätten, sauer zu sein." (DER STANDARD - Printausgabe, 8. Juli 2005)
  • Milan Simic (li.) und Josef Schartner präsentieren Teile ihrer "Furious Orange"-T-Shirt-Kollektion.
    foto: thomas rottenberg

    Milan Simic (li.) und Josef Schartner präsentieren Teile ihrer "Furious Orange"-T-Shirt-Kollektion.

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