Topcall bereitet Börsenabzug vor

18. Juli 2005, 09:41
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Der dafür notwendige letzte Schritt - ein Hauptversammlungsbeschluss über die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres 2004 - wurde einstimmig beschlossen

Wien - Der IT-Dienstleister Topcall, der vom britischen Konzern Dicom übernommen wurde, wird in Kürze vom Kurszettel der Wiener Börse verschwinden. Der dafür notwendige letzte Schritt - ein Hauptversammlungsbeschluss über die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres 2004 - wurde am Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Jetzt arbeiten die Notare an den Unterlagen zur Abspaltung der verbliebenen Topcall-Aktionäre in die Carmen Vermögensverwaltung. Erst nach Eintragung der Abspaltung im Firmenbuch kann bei der Wiener Börse der Antrag auf ein Delisting-Verfahren gestellt werden.

Delisting bereits im Mai geplant

Die Topcall-Aktie notierte erstmals am 19. Dezember 2002 in Wien und hätte bereits im Mai delistet werden sollen. Doch die Abspaltung wurde vom Firmenbuchrichter bisher nicht eingetragen, da die Beschlussfassung über die Gewinnverwendung noch ausständig war. Bei Topcall geht man davon aus, dass das Delisting-Verfahren per Ende Juli, spätestens in den ersten Augusttagen, vollzogen ist.

Nachdem sich Topcall im vergangenen Jahr gegen eine feindliche Übernahme durch Brain Force erfolgreich zur Wehr gesetzt hatte, ist im Herbst 2004 Dicom mit einem Pflichtangebot an die Topcall-Aktionäre herangetreten. Über 90 Prozent haben das Angebot zu 4,28 Euro angenommen. Die restlichen Aktien werden nach der Abspaltung in der Carmen Vermögensverwaltungs AG geparkt. Topcall-CEO-Herbert Blieberger hat per 30. Juni 2005 sein Mandat als Vorsitzender des Vorstands zurückgelegt und übernimmt als Direktor bei Dicom das Group Business Development. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print Ausgabe, 08.07.2005)

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