Italien sieht sich in der "Schusslinie"

8. Juli 2005, 21:54
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Berlusconi warnt vor Attentaten - Vorsichtsmaßnahmen sollen verschärft werden

Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat vor der Gefahr von Terroranschlägen in Italien gewarnt. "Italien ist sich darüber bewusst, dass es in der Schusslinie der Terroristen steht. Daher haben wir Maßnahmen ergriffen, die wir noch mehr verschärfen wollen. Wachsamkeit ist notwendig, weil wir wissen, dass auch Italien gefährdet ist", sagte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien am Donnerstag. Der italienische Premierminister beteiligt sich im schottischen Gleneagles am G-8-Gipfel.

"Terrorismus ist ein Geschwür"

"Wir müssen uns verteidigen. Der Terrorismus ist ein Geschwür, mit dem wir rechnen müssen, vor dem wir jedoch nicht zurückschreiten dürfen", sagte der italienische Ministerpräsident. Er versicherte, dass die G-8-Staaten Anti-Terror-Maßnahmen ergreifen werden. "Der Terrorismus wird nicht siegen, wenn wir fähig und entschlossen sein werden, uns dieser Gefahr zu stellen", sagte Berlusconi bei einer Pressekonferenz.

"Unter den Regierungschefs der G-8 herrscht das Bewusstsein, dass wir Demokratie und Freiheit gegen die Kriminalität fördern müssen", betonte Berlusconi. Angesichts der Brutalität der Anschlagsserie in London sei er sprachlos. "Es gibt keine Worte, um das Geschehene zu kommentieren. Eine fanatische Kriminellenbande hat von Großbritannien einen hohen Preis dafür gefordert, dass es den G-8-Gipfel organisiert hat", so Berlusconi. (APA)

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