Silverstone: Keine Absage wegen Terror

9. Juli 2005, 13:11
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Für Sicherheit von Fahrern und Zuschauern wird alles getan - Button "geschockt"

Silverstone - Eine Absage des Formel-1-Rennens am Sonntag in Silverstone steht trotz der verheerenden Terroranschläge in London nicht zur Diskussion. Die meisten Piloten zeigten sich zwar am Donnerstag erschüttert, an einen Startverzicht denken sie aber nicht. "Es ist traurig, was passiert ist. Aber es gibt eine Zukunft", sagte Weltmeister Michael Schumacher, der noch am Morgen mit seiner Frau in London war.

Der Ferrari-Pilot erfuhr aber erst in Silverstone von den Ereignissen. Dennoch fühlt sich der 36-Jährige sicher: "Die Sicherheit ist nicht gefährdet. Speziell nach diesen Geschehnissen wird man in England extrem bemüht sein, dass so etwas nicht wieder passiert."

"Wir sind tief geschockt", meinte der BAR-Honda-Pilot Jenson Button. "Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Wir sollten gerade jetzt den Fans am Sonntag die beste Show bieten." Nick Heidfeld (BMW-Williams) fühlte sich beim Anblick der Fernsehbilder an den 11. September erinnert. Dennoch sprach auch er sich dafür aus, am Sonntag (14:00 Uhr MESZ) beim Großen Preis von Großbritannien zu starten: "Sonst wäre es genau das, was die Terroristen wollen."

Die Betreiber der Traditionsstrecke in Mittel-England bemühten sich am Donnerstag zu versichern, dass für sie die Sicherheit für Zuschauer und Teilnehmer von größter Bedeutung ist. Silverstone habe eine Reihe von bewährten Sicherheitsmaßnahmen, die zusammen mit der Polizei und anderen Behörden ausgearbeitet wurden. Bei der Einfahrt zum Gelände überprüfte das Sicherheitspersonal mit Hinweis auf die Anschläge Autos und Taschen. Auf den Autobahnen Richtung Süden wurde gewarnt, nach London zu fahren.

Am Morgen waren in der britischen Hauptstadt vier Bombenanschläge in zwei U-Bahn-Stationen, einer U-Bahn und einem Doppeldecker-Bus verübt worden. Die Verantwortung für die Anschläge übernahm eine bisher unbekannte El Kaida-Gruppe. Bis zum Abend lag die Zahl der Todesopfer bei 33. 45 Menschen wurden schwer, 300 leichter verletzt. (APA/dpa)

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