"Lasse mir keine Steine nachwerfen"

7. Juli 2005, 19:05
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Haider weist Straches Vorwürfe zurück

Klagenfurt - Vor Gericht hieße es wohl Aussage gegen Aussage. Kärntens Landeshauptmann und BZÖ-Gründer Jörg Haider weist die von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache präzisierten Spesenvorwürfe neuerlich scharf zurück. Alle Zahlen, die jetzt herumschwirrten, seien falsch. Er habe weder "Spesen verrechnet, noch jemals Spesenersatz beantragt", antwortete Haider auf den Bericht der von Strache beauftragten Finanzprüfungskommission.

Und er kontert ebenfalls mit einem Prüfbericht der Steuerberatungskanzlei Peter Zacke, die 2002 - vom damaligen FPÖ-Obmann Herbert Haupt in Auftrag gegeben - "keinerlei Unregelmäßigkeiten" festgestellt habe. Er habe nie ein FPÖ-Spesenkonto besessen, betonte Haider. Es hätte nur ein Wahlkampfkonto gegeben und es sei die FPÖ gewesen, die ihn zu diversen Wahlkampfeinsätzen gerufen habe. Den von ihm und Susanne Riess Passer unterzeichneten Vertrag über eine jährliche Aufwandssumme von rund fünf Mio. Schilling bestätigte Haider. Darin seien auch Personalkosten inkludiert und alles von den Gremien abgesegnet gewesen. Die Alt-FPÖ wolle ihm jetzt nur etwas "ans Zeug flicken". Haider: "Ich lasse mir keine Steine nachwerfen."

Haider, der auch sein persönliches Einkommen (abzüglich Bärental-Verluste) offenlegte, klagt jetzt die FPÖ. Er will 23.000 Euro zurück, die er zu viel in den Sozialfonds einbezahlt habe. (stein/DER STANDARD, Printausgabe, 8.7.2005)

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