Terrorangst in Vergangenheit Märkte belastet

27. Juli 2005, 18:54
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Angst vor weiteren Attentaten und Auswirkungen auf Weltwirtschaft sorgten bei Anlegern immer wieder für große Verunsicherung

Frankfurt - Anschläge haben in den vergangenen Jahren für heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Vor allem die Angst vor weiteren Attentaten und den Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sorgten bei den Anlegern immer wieder für große Verunsicherung.

Am 11. September 2001, dem Tag der Terroranschläge auf New York und Washington, war der Deutsche Aktienindex (Dax) um rund 8,5 Prozent auf 4.273 Punkte abgesackt, zeitweise war er während der verkürzten Handelssitzung sogar um 14 Prozent eingebrochen.

Die Wall Street war damals fast eine Woche geschlossen geblieben. Am ersten Handelstag nach der Pause brach dort der Standardwerteindex Dow Jones um sieben Prozent auf 8921 Stellen ein, der technologielastige Nasdaq-Composite büßte knapp sieben Prozent auf 1579 Zähler ein. Nach den Anschlägen auf Pendlerzüge in Madrid am 11. März 2004 war der Dax um 3,5 Prozent auf 3905 Stellen gerutscht.

Verstärkt krisensichere Anlagen

Die Terrorangst treibt Investoren oft in als krisensicher geltende Anlagen wie Gold, Staatsanleihen oder den Schweizer Franken. Der für die europäischen Festverzinslichen wegweisende Bund-Future war nach den Terroranschlägen in den USA vor fast vier Jahren zeitweise um 100 Basispunkte gestiegen.

Nach den Londoner Anschlägen am Donnerstag verzeichnete der deutsche Leitindex ein Minus von 1,7 Prozent auf 4536 Punkte, nachdem er zeitweise um 3,7 Prozent gefallen war. Der Bund-Future und der Goldpreis zogen deutlich an. (APA/Reuters)

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