"Es war dramatisch"

19. Juli 2005, 16:19
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ORF-Finanzdirektor Wrabetz in London

ORF-Finanzdirektor Alexander Wrabetz, am Donnerstag zu einer Urlaubsreise in London eingetroffen, hat im Gespräch mit der Sonder-"Zeit im Bild" von einer dramatischen Situation in der britischen Hauptstadt berichtet. Er sei in der Früh am Flughafen Stanstead angekommen und zur Liverpool-Station gefahren. "Gerade als wir runtergehen wollten, gehen die Türen zu, Polizei kommt und die Lautsprecherdurchsage, rasch die U-Bahnstation zu verlassen".

Zunächst habe er gedacht, dass es sich "vielleicht nur um einen vergessenen Koffer" handeln könnte, "aber dann sind schon Feuerwehr, Polizei gekommen und das ist in bürgerkriegsähnlicher Form losgegangen", so Wrabetz. Er sei dann zu Fuß von der U-Bahnstation weggegangen und habe in einem Kaffeehaus gewartet. "Das Handy hat eine Zeit lang nicht funktioniert und langsam hat sich heraus gestellt, was in der Stadt los war. Die Sirenen haben geheult, überall gibt es Absperrungen. Es war dramatisch".

Verletzte Personen habe er nicht gesehen. Es habe allerdings ein "Lazarett unter freiem Himmel" gegeben, wo die Erstversorgung stattfinde. Die Situation in London selbst habe sich "von den Zentren weg" normalisiert. Der Verkehr "bewegt sich eigentlich normal, wenn man in Betracht zieht, dass die U-Bahn stillgelegt wurde und wenn man von den unmittelbaren Zentren des Geschehens weg geht", sagte Wrabetz. Ob offizielle Stellen versuchten, mit den Fahrgästen der U-Bahn in Kontakt zu treten, beantwortete Wrabetz damit, dass dies nicht klar gewesen sei. Die Leute seien wegen der Absperrungen aufgefordert worden, "möglichst weit weg zu gehen". (APA)

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