McLaren auf der Überholspur

10. Juli 2005, 16:05
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Kimi Räikkönen geht als Favorit in den GP von Großbritannien in Silverstone - Renault setzt auf stärkeren Motor

Silverstone - Fernando Alonso reist als WM-Leader, nach Silverstone - der große Favorit beim Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien heißt aber Kimi Räikkönen. Der McLaren-Star hatte am vergangenen Sonntag in Frankreich mit seiner tollen Aufholjagd vom 13. Startplatz auf Endrang zwei Stärke demonstriert. Nicht zuletzt deshalb wähnen sich die "Silberpfeile" vor dem McLaren-Heimrennen nach dem völlig verpatztem Saisonstart ganz klar auf der Überholspur.

"Silverstone ist normalerweise ein gutes Rennen für uns. Wenn das Auto mitspielt, sollte es klappen", weiß der "Iceman", der in der WM-Wertung neun Rennen vor Schluss 24 Punkte hinter Alonso auf Platz zwei liegt. "Seit fünf Rennen hat niemand mehr Punkte geholt als wir und Kimi", rechnete Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor. "Diese enorme Steigerung wollen wir fortsetzen."

Mit seinen zuletzt drei Siegen bei fünf Grand-Prix-Starts hat Räikkönen den Stern auf jeden Fall wieder zum Strahlen gebracht. Seit dem Rennen in Barcelona holte der Finne 38 seiner derzeit 45 Punkte. Alonso kam im Renault in dieser Zeit auf 33 Zähler. In der Teamwertung schob sich McLaren-Mercedes mit 71 Punkten hinter Renault (89) auf Platz zwei. In fünf Rennen machte man 46 Punkte, im Vergleich zu Renaults 43. Nur Ferrari sammelte seit Barcelona mit 51 Punkten mehr als McLaren-Mercedes, doch da war ja noch Indianapolis. Alonso zielt auf Podium

Auch Jenson Button lobt McLaren: "Aerodynamisch ist McLaren ganz stark. Und Silverstone ist ein Aero-Kurs." In der Copse-Kurve werden Geschwindigkeiten von bis zu 265 km/h erreicht. Alonso rechnet mit einem "Podestplatz als Maximum." Der Mann aus Oviedo hat in Silverstone bis dato noch keinen einzigen WM-Punkt an Land ziehen können. Sein Stallgefährte Giancarlo Fisichella schlug andere Töne an: "Wir werden stark sein. Unser Motor wurde für Silverstone weiterentwickelt, das gibt uns einen ordentlichen Schub." (APA/Reuters)

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