Umfrage: Privatisierung führt zu Kündigungen

29. Juli 2005, 13:10
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85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher glauben, dass es durch Verkauf der Post zu Stellenabbau und weiteren Filialschließungen kommt

Wien - 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher glauben, das es durch einen Verkauf der Post AG und der börsenotierten Telekom Austria zu Kündigungen kommen werde. 79 Prozent erwarten die Schließung weiterer Postämter und 68 Prozent vermuten, dass dem Staat und somit den Steuerzahlern künftig Einnahmen entgehen würden, so das Ergebnis einer aktuellen IFES-Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF).

Schlecht informierte Österreicher

Wobei allerdings das Wissen über Börsegänge in Österreich erschreckend gering ist. So glauben nur 14 Prozent der 600 Befragten, dass ein Börsegang eines Unternehmens einem Verkauf entspricht. Mehr als ein Drittel sehen in einem Börsegang etwas anderes als einen Verkauf und ein Drittel etwas Ähnliches. 16 Prozent wissen es nicht. Aber immerhin 68 Prozent der Befragen sind der Meinung, dass der Staat die Kontrolle über wichtige Versorgungsunternehmen nicht aufgeben darf. 72 Prozent halten laut FES gewerkschaftliche Maßnahmen für gerechtfertigt. Wobei "öffentliche Kundgebungen" und Protestversammlungen in den Betrieben eher goutiert werden als Warnstreiks. (APA)

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