Rektorenchef Badelt will Einigung

10. Juli 2005, 18:12
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Beschränkungen "nicht einen Zentimeter mehr als absolut notwendig" - Dort, wo Fächer in Deutschland "de facto zu" sind

"Nicht einen Zentimeter mehr als absolut notwendig" wird die befristete Ermöglichung von Zugangsbeschränkungen laut Rektoren-Chef Christoph Badelt an den Universitäten ausfallen. Darauf hätte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) bestanden, und die Rektoren hätten dies akzeptiert.

"Klare Grenze"

Im Gesetz werde es für diese "Ad-Hoc-Lösung" eine "klare Grenze der Kapazitäten nach unten" geben - diese Anzahl an Studenten müsste auf jeden Fall aufgenommen werden, so Badelt gegenüber der APA. Betroffen müssten jene Fächer sein, die in Deutschland "de facto zu" sind. Im Parlament wünscht er sich die Zustimmung aller Parteien zu einer solchen Regelung.

Es müsse beachtet werden, wo flächendeckend in Deutschland ein Numerus Clausus (NC) bestehe, so Badelt - unabhängig davon, ob dieser nun bundesweit zentral vorgegeben sei wie in Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Biologie, Pharmazie oder Psychologie oder "nur" lokal, aber dafür ebenfalls de facto an praktisch allen Universitäten wie etwa in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) oder den Kommunikationswissenschaften. In BWL etwa bestehe der NC nach wie vor: Eben nur nicht auf zentraler Ebene, sondern fast überall auf lokaler.

"Langfristig neu regeln"

Abgesehen von dieser kurzfristigen Maßnahme müsse der Hochschulzugang langfristig ohnehin neu geregelt werden, betonte Badelt. Für den für morgen, Freitag, geplanten Beschluss des neuen Gesetzes im Parlament wünscht er sich eine Vier-Parteien-Einigung. "Mein Wunsch ist, dass die Opposition mitgeht", so Badelt. "Von der Symbolik her wäre es wichtig, dass das gesamte Parlament die Maßnahme beschließt."

An der WU selbst läuft die Inskription laut Badelt in normalen Bahnen. Es gebe zwar laufend Anfragen aus Deutschland, aber "keinen besonderen Boom". (APA)

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