Wissenschaftsrat für Schranken in deutschen NC-Fächern

14. Juli 2005, 14:50
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Auswahl nach Studierfähigkeit, Begabung und Eignung - Gegen First come, first serve-Prinzip

Der Wissenschaftsrat spricht sich nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu den Zugangsregelungen für EU-Studenten an den österreichischen Universitäten für die Ermöglichung von Platzbeschränkungen in jenen Fächern aus, bei denen "auf Grund deutscher Numerus-Clausus-Regelungen ein besonders großer Studierendenzustrom zu erwarten ist". Konkret genannt werden Humanmedizin, Veterinärmedizin, Zahnmedizin, Psychologie, Pharmazie, Biologie und Betriebswirtschaftslehre (BWL).

Wie von der Regierung bereits angekündigt, schlägt der Wissenschaftsrat in einer Aussendung vor, dass die Universitäten die Höchstzahl der zuzulassenden Studierenden mit dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre begrenzen können. Welche Form von Auswahlverfahren eingeführt wird, soll den Universitäten überlassen werden. Kriterien für die Aufnahme sollten aber ausschließlich Studierfähigkeit, Begabung und Eignung sein: "Eine Zulassung nach dem 'first come, first serve'-Prinzip entspricht diesen Anforderungen nicht."

Dieses Modell müsse schnell eingeführt werden und solle deshalb "nicht als definitive Lösung angesehen werden". Nötig sei eine Befristung auf zwei bis drei Jahre, um in der Zwischenzeit mit allen Beteiligten eine tragfähige Lösung auszuarbeiten.

Der aus zwölf Personen bestehende Wissenschaftsrat berät die Regierung in Fragen der Universitäts- und Wissenschaftspolitik.

(APA)

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