Italien: Bargeldlose Mautkarte für Vielfahrer

14. Juli 2005, 09:11
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Um auf Autobahnen lange Wartezeiten vor den Mauthäuschen zu vermeiden, kann man schon in Österreich eine VIACard kaufen

Wien - Um auf Italiens Autobahnen lange Wartezeiten vor den händisch betriebenen Mauthäuschen zu vermeiden, kann man sich schon in Österreich eine Wertkarte (VIACard) kaufen. Damit kann man auf allen italienischen Autobahnen bargeldlos Maut zahlen, ratet der Autofahrerklub ARBÖ.

Zwei Kategorien

"Vor Antritt der Ferienreise nach Italien sollte man sich genau ausrechnen, was die verschiedenen Mauten für die Hin- und Rückfahrt ausmachen", rät Wilhelm Patzold. In den ARBÖ-Dienststellen kann man sich über die Mauthöhen erkundigen und auch die VIACard erwerben. Die Wertkarte gibt es in zwei Kategorien, für 25,25 Euro oder für 50,50 Euro. Wer etwa jemand mit einem Mittelklassewagen von Kärnten nach Rom fährt, kauft am besten beide, weil die Mautkosten für Hin- und Rückfahrt 72 Euro ausmachen.

Beträge überprüfen

Bei den Mauthäuschen muss man auf die richtige Mautspur achten. Sie wird in großen Lettern auf Überkopfanzeigen angezeigt. Sobald man die VIACard zum Bezahlen in die Box gesteckt hat, wird für einen kurzen Moment angezeigt, wieviel Geld noch übrig geblieben ist. "Sollte der verbliebene Betrag nicht für die nächste Mautstrecke ausreichen, sollte man bei der nächsten Mautstelle unbedingt die händische Mautspur benutzen und bar zahlen. Ansonsten kann die Sache sehr kompliziert werden", rät Patzold.

Nicht Zurückschieben

"Wer zu wenig Guthaben auf der VIACard und sich trotzdem in die VIACard-Spur eingereiht hat, darf auf keinen Fall eines machen: Zurückschieben", warnt Patzold. Das werde mit Geldstrafen geahndet und man verliere zusätzlich gleich zwei der 20 Bonuspunkte. Auch für Ausländer gilt in Italien der Punkteführerschein, so der ARBÖ. Wer die 20 Bonuspunkte verliert, bekommt ein Fahrverbot in Italien von einen halben bis zwei Jahre.

Zwei Wochen Zeit für Fehlbetrag

Wenn das Guthaben zu wenig sein sollte, spuckt die Box einen Beleg aus, auf dem der fehlende Betrag aufscheint. Das Gute daran: Die Schranke öffnet sich trotzdem, obwohl man nicht voll bezahlt hat.

Wer also zu wenig bezahlt hat, hat zwei Wochen Zeit, den Fehlbetrag zu begleichen. "Wer diese Frist überzieht, muss um 2,58 Euro mehr zahlen", erklärt Patzold. Wer auch später nicht zahlt, dem drohen die Autostrade mit einer Zwangseintreibung. Zum Einzahlen gibt es zwei Möglichkeiten. Man fährt zu einer Vertriebsstelle bei den meisten Autobahnaus- bzw. einfahrten oder zahlt über die Post per Erlagschein.(APA)

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