Umweltskandal in Weiz: 50 Tonnen Pflanzengift verschwunden

11. Juli 2005, 22:10
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Verbotenes Gift war bereits beschlagnahmt - Geschäftsführer steht unter Verdacht Gift ins Ausland gebracht zu haben

Graz - Ein Umweltskandal könnte sich im oststeirischen Bezirk Weiz anbahnen. Einem Artikel der "Kleinen Zeitung" zufolge sollen aus einer Lagerhalle rund 50 Tonnen verbotenes Pflanzengift verschwunden sein. Das Mittel hätte vom Bundesamt für Ernährungssicherheit abgeholt werden sollen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Beschlagnahmtes Gift

Die Firma wurde in der Vorwoche einer Kontrolle unterzogen, nachdem der Verdacht auf einen Verstoß gegen gesetzliche Bestimmung vorlag. Dabei stießen die Begutachter auf 53 Tonnen hoch giftiges Pflanzenschutzmittel, das nicht nur in Österreich, sondern im gesamten EU-Raum streng verboten ist. Die Behältnisse mit den giftigen Inhaltstoffen wurden beschlagnahmt und versiegelt.

Geschäftsführer unter Verdacht

Unter Verdacht steht der Geschäftsführer der Firma, der das Gift ins Ausland gebracht haben könnte, so die Zeitung. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft wurden eingeschaltet. Es bestehe der Verdacht, dass unter einheimischen Bauern ein Handel mit den giftigen Substanzen betrieben wird.

Der Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer, Gerhard Wlodkowski forderte eine "lückenlose Aufklärung". (APA)

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