UNICEF: 3.000 Kinder werden täglich verkauft

8. Juli 2005, 14:35
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In der Grenzregion in Tschechien wurde jedem siebenten Kind schon einmal Geld für Sex angeboten

Köln - Menschenhändler verkaufen nach Schätzungen von UNICEF weltweit jeden Tag 3.000 Kinder. Viele von ihnen landeten in der Prostitution, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Donnerstag in Köln mit.

Immer mehr Opfer kommen aus armen osteuropäischen Ländern wie Moldawien. Die Regierungen im Westen müssten gegen Kinderschänder vorgehen, forderte UNICEF: "Es reicht nicht. "Schleuser, Zuhälter und Sextouristen, die Kinder missbrauchen, müssen bestraft werden", forderte Kirsten Leyendecker von UNICEF.

Kaum Strafen

In der Grenzregion von Deutschland und Tschechien wurde laut UNICEF Befragung jedem siebenten Kind schon einmal Geld für Sex angeboten. Sextouristen aus dem Westen, die in Tschechien oder Rumänien Kinder missbrauchten, müssten kaum mit Strafe rechnen. Gesetze würden nicht angewandt, die Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft über die Grenzen hinweg sei mangelhaft. (APA)

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