Flucht aus Todestrakt

8. Juli 2005, 09:22
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Häftling in Saudi-Arabien gelang die Flucht nach Handgemenge mit Besuchern

Dschidda/Kairo - Nachdem er im Gefängnis 15 Jahre lang auf seine Hinrichtung gewartet hatte, ist einem Häftling in Saudi-Arabien die Flucht gelungen. Wie die Zeitung "Arab News" am Donnerstag berichtete, halfen sechs Verwandte bei der Flucht aus dem Gefängnis von Najran geholfen.

Bei einer Besuchsstunde im Gefängnis am Dienstagabend provozierte die Familie ein Handgemenge mit anderen Besuchern und Häftlingen. Während die Wächter sich bemühten, die Lage unter Kontrolle zu bringen, schmuggelten sie den Mann hinaus.

Blutgeld oder Hinrichtung

Das Todesurteil gegen Al-Amr war noch nicht vollstreckt worden, weil nach saudi-arabischem Recht abgewartet werden muss, bis die engsten Verwandten des Mordopfers volljährig sind. Diese können dann entscheiden, ob sie eine Hinrichtung bevorzugen oder "Blutgeld" akzeptieren.

Todesurteile werden im islamischen Königreich Saudi-Arabien durch Enthauptung mit dem Schwert vollstreckt. Dieses Jahr wurden in dem arabischen Land bereits 50 Menschen hingerichtet.(APA/dpa)

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