Haiti: Fünf Tote bei Operation der UN-Truppen

13. Juli 2005, 16:14
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Aktion gegen Bandenschef Wilme

Port au Prince - Bei der Razzia von UN-Soldaten gegen bewaffnete Banden in Haiti sind am Mittwoch nach jüngsten Meldungen mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehr als 350 UN-Soldaten seien gemeinsam mit haitianischen Polizisten im Einsatz gegen einen Bandenchef in einem Elendsviertel der Hauptstadt Port-au-Prince gewesen, sagte ein UN-Sprecher.

Die Banditen hätten Widerstand geleistet, als die Sicherheitskräfte ein Haus stürmten. UN-Soldaten seien bei der Operation nicht zu Schaden gekommen. Darüber, ob Bandenchef Emmanuel Wilme getötet wurde, gab es zunächst widersprüchliche Darstellungen.

Wilme, ein Sympathisant des früheren Präsidenten Jean-Bertrand Aristide, ist Chef einer bewaffneten Gruppe, die sich mehrmals tödliche Schießereien mit rivalisierenden Banden geliefert hat. Aristide war 2004 angesichts eines drohenden Aufstandes gegen ihn und nach internationalem Druck aus dem Land geflohen. Er lebt derzeit im Exil in Südafrika. (APA/dpa)

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