Rattenberg: 380 Feuerwehrleute löschten Feuer im Wind

8. Juli 2005, 09:22
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Feuer griff auf drei angrenzende Gebäude über - 25 Menschen wurden obdachlos

Rattenberg - Ein Großbrand in der Tiroler Gemeinde Rattenberg hielt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Bewohner der Umgebung in Atem. Das Feuer, welches um etwa 17 Uhr im Dachbereich eines Hauses ausbrach, griff rasch auf drei angrenzende Gebäude über. Der drehende Wind barg die Gefahr weiterer Ausbreitung.

Im Zuge des Großalarms rückten 18 Feuerwehren aus, 380 Personen waren im Löscheinsatz. Um 20 Uhr konnten die Mannschaften die Flammen unter Kontrolle bringen, um vier Uhr früh wurde die endgültige Bezwingung der Glut mit einem "Brand aus!" vermeldet, schildert Feuerwehrkommandant Manfred Einkemmer im Gespräch mit dem STANDARD.

Der Abschnittsbrandinspektor ist stolz auf die vollbrachte Leistung der Löschtrupps: "Die Zusammenarbeit der Feuerwehren, welche von Kufstein bis Schwaz alle im Einsatz waren, verlief beispielhaft".

Im Moment stehen weder die Feuerursache noch die genaue Höhe des durchs Feuer angerichteten Schadens fest. Jene 25 Personen, die durch den Brand ihre Wohnungen verloren haben, müssen nun vorübergehend andere Unterkünfte suchen. In einem halben Jahr soll das abgebrannte Gebäude renoviert sein, bis dahin werden als Zwischenlösung Ersatzwohnungen gesucht. Zudem wird die Gemeinde den Geschädigten Taschengeld bezahlen, um fürs Erste wenigstens eine Grundversorgung mit Essen und Kleidung zu garantieren.

Brände auch woanders Auch in anderen Teilen Österreichs ereigneten sich Brände. In burgenländischen Steinbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) erlitten zwei Menschen bei einem Wohnhausbrand eine Rauchgasvergiftung. In Mistelbach (NÖ) verursachte eine Kerze einen Wohnungsbrand, in Lustenau ließ eine Mutter ihren zweijährigen Sohn beim Brand eines Mehrfamilienhauses aus dem vier Meter hohen Obergeschoss fallen und sprang nach, er blieb unverletzt. (APA, hsa, DER STANDARD - Printausgabe, 8. Juli 2005)

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    Mit schwerem Gerät bekämpften 380 Feuerwehrleute die Flammen. Nach drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, acht Stunden später hieß es: "Brand aus".

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