Ortiz-Sardellen in Olivenöl

17. Juli 2005, 16:36
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Der Preis mag im Vergleich zu normalen Ölsardellen horrend erscheinen, und natürlich gibt es die Gläser des baskischen Familienbetriebs Ortiz bei "Corte Ingles" und anderen Supermärkten deutlich billiger - weit weg, in Spanien halt. Wir Daheimgebliebenen wollen aber auch unseren Spaß haben, und um den Preis eines Spanien-Tickets kann man sich schon einige dieser wohl besten Sardellen von überhaupt einverleiben.

Wobei sich beim schieren Gedanken an eingesalzenen Fisch ja viele nur so schütteln vor "danke, nein". Das ist, natürlich, eines jeden gutes Recht. Die Chance, dass man nach einer "Ortiz" anders denkt, ist freilich hoch. Zart und doch bissfest, im Salzgehalt wunderbar ausbalanciert, ohne die Seifigkeit des Industrieprodukts und doch von echter Geschmackstiefe: Kenner schieben die zartrosa Filets schlicht pur in den Mund, da kommt der Meeresflash schön satt zur Geltung. Ein Schluck Weißwein ist dann aber Pflicht.

Sehr gut kommen sie auch auf dunklem Roggenbrot, mit ordentlich gesalzener Butter und wenig dünn geschnittenen Schalotten drauf. Mit frischem Ziegenkäse und Paprika auf geröstetem Weißbrot hat man schon fast eine Vorspeise. Eignet sich nicht zuletzt für Picknicks: So viel Wohlgeschmack muss man sonst viel schwerer schleppen. (corti/Der Standard/rondo/8/7/2005)

Ortiz-Sardellen € 9,95 bei Meinl am Graben
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