Wissen: Hedgefonds

23. November 2005, 14:32
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Nicht immer geht die Wette auf

Hedgefonds können in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Die einen spekulieren auf Unternehmensfusionen, andere setzen auf steigende oder fallende Aktienkurse.

Ihrem Namen nach versuche die Hedgefonds, Investitionen gegen Risiken wie Kurseinbrüche oder Wechselkursschwankungen abzusichern (englisch "to hedge" - "absichern").

In der Praxis bieten Hedgefonds allerdings wenig Sicherheit. Sie streben danach, durch spekulative Geschäfte kurzfristig möglichst hohe Erträge zu erwirtschaften.

Leerverkäufe

Hedgefonds verkaufen etwa Aktien, die sie gar nicht besitzen (Leerverkäufe). Die betreffenden Aktien werden von Banken oder Pensionsfonds ausgeliehen, eine Leihgebühr wird bezahlt.

Die Hedgefonds-Manager hoffen auf fallende Kurse, um die Titel dann wieder billiger zurückzukaufen. Der Unterschied zu klassischen Anlagefonds liegt darin, dass ein Aktienfondsmanager eine verhältnismäßige Wertentwicklung im Vergleich zum Marktumfeld anstrebt.

Gegen Markttrends

Hedgefonds-Manager agieren oft auch gegen Markttrends. Besonders undurchsichtig erscheinen Hedgefonds, wenn Computerprogramme (wie im Fall vom Superfund) Trends (fallende, steigende Entwicklungen) berechnen, denen die Hedgefonds-Manager dann folgen.

Probleme mit der Performance bekommen sie, wenn Trends plötzlich brechen oder nicht klar erkennbar sind. (bp, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 07.07.2005)

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