Filmarchiv-Tribute to Clint E.

6. Juli 2005, 17:36
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Eine "éducation sentimentale" eines Einzelgängers bringt das Filmarchiv in den Augarten und ins Metro Kino

Sergio Leone und Don Siegel: Clint Eastwood hat mehrfach jenen beiden Regisseuren Anerkennung gezollt, die ihm gewissermaßen Vorgaben, Rollenbilder und handwerkliches Rüstzeug mit auf den Weg gaben – Ersterer mit den stilisierten Endzeitrollen, die Eastwood, anfangs TV-Serienheld, in Italowestern verkörperte; letzterer, indem er den schlaksigen "Shootist" in urbane Ambientes holte – umstrittener Höhepunkt: der Auftakt zur 'Dirty Harry'-Serie.

Dass Eastwood sich als Schauspieler und Star bis ins höhere Alter – heuer wird er 75 – ungebrochen Box-Office-Potenzial bewahren konnte, ist nur ein Teil dieser von Kollegen und Cineasten fast uneingeschränkt bewunderten "living legend". Gleichzeitig hat er aber auch als Regisseur und Produzent unverwechselbares Profil und Meisterschaft gewonnen, nicht selten wird er Seite an Seite mit dem vergleichbar produktiven Woody Allen zitiert, schon zweimal kassierte er den Oscar für den besten Film (<'unforgiven' und="" zuletzt="" 'million="" dollar="" baby').="" das="" filmarchiv="" austria="" ermöglicht="" in="" seiner="" diesjährigen="" openair-reihe="" im="" augarten="" einen="" teilweisen="" und="" später="" im="" metro-kino="" einen="" vollständigen="" überblick="" über="" diese="" "éducation="" sentimentale"="" eines="">

Dabei sollte man vor allem jene Filme aus der "mittleren" Schaffensphase studieren, die heute viel zu selten zu sehen sind: Im Augarten wird etwa 'White Hunter, Black Heart' gezeigt: Höchste Empfehlung!
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.7.2005)

Von Claus Philipp

4. bis 21. 8.,jeweils 21.00
Augarten/ Filmarchiv-Garten

22.8. bis 12.10., Metro Kino

  • Eastwood in "Million Dollar Baby"
    foto: warner

    Eastwood in "Million Dollar Baby"

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