Priester rechtfertigt sich nach Teufelsaustreibung

8. Juli 2005, 14:35
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Qualvoller Tod der rumänischen Nonne geschah aus Mitleid

Bukarest - Der für den qualvollen Tod einer jungen rumänischen Ordensfrau nach einer Teufelsaustreibung verantwortliche orthodoxe Priester will das Exorzismusritual "aus Mitleid" und im Einklang mit den kanonischen Vorschriften vorgenommen haben.

Der 29-jährige Geistliche rechtfertigte sich, dass die 23-Jährige im Kloster "gewalttätig" geworden sei. Daraufhin habe er sie "immobilisieren" müssen, so der Priester. Die Nonne war am 15. Juni von der Polizei in einem Kloster im Nordosten des Landes tot an ein Kreuz gefesselt aufgefunden worden.

Das Patriarchat in Bukarest verurteilte den Exorzismus als "barbarisch und unentschuldbar". Corogeanu und die an der Teufelsaustreibung beteiligten vier Nonnen wurden durch Beschluss des Bistums von Husi aus der Klostergemeinschaft ausgeschlossen. Ihnen drohen bis zu 25 Jahre Haft. (APA)

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