Hypo Alpe-Adria-Anleihe als Turbo für Kärntner Wirtschaft

15. Juli 2005, 16:42
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Haider und Ambrozy unterzeichneten "Masterplan" für Kärnten - Bis 2014 sollen 10.000 neue Jobs geschaffen werden

Pörtschach - Einen so genannten "Masterplan" für Kärnten unterzeichneten am Dienstagabend Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) und sein Koalitionspartner LHStv. Peter Ambrozy (SPÖ).

Gemeinsam mit der Hypo Alpe-Adria-Bank hatte man ins Congress Center nach Pörtschach geladen, um die 500 Mio. Euro aus der Hypo-Wandelanleihe zu feiern. Das Geld soll als "Turbo" für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes fungieren.

10.000 neue Arbeitsplätze

Rund 10.000 neue Arbeitsplätze sollen bis zum Jahr 2014 geschaffen werden, Schwerpunkte der Investitionen des Landes sind dabei Tourismus, Forschung, Infrastruktur und Bildung.

Neben dem Geld aus der Wandelanleihe soll der Börsegang der derzeit noch mehrheitlich in Landesbesitz stehenden Hypo Alpe-Adria-Bank dem Land noch weitere 150 bis 200 Mio. Euro bescheren.

"Zukunft ist nicht, was auf uns zukommt, sondern was wir wollen, das sein soll", postulierte Haider. Die Devise laute daher: "Weiter aufholen, überholen und sich im Bundesländervergleich an die Spitze setzen." Man solle nicht über vorhandene Schwächen jammern, sondern die Stärken herausarbeiten, forderte der Landeshauptmann.

Konkrete Beispiele

Als konkrete Beispiele für die Verwendung der Gelder aus dem Zukunftsfonds nannte Haider etwa ein Zentrum für erneuerbare Energien im Bleiburger Raum, den vollständigen Ausbau des Klagenfurter Lakeside Science & Technology Parks bis 2009, die Weiterentwicklung der Technologieparks Villach und St. Veit, die Forcierung der außeruniversitären Forschung und die Einrichtung des Carinthian Center of Excellence. Auch in die Verkehrsinfrastruktur soll massiv investiert werden.

Für Ambrozy ist der "Vertrag für Kärnten" eine detaillierte Leitlinie, die nachvollziehbar machen solle, was im Land geschieht. "Dadurch soll auch der Erfolg messbar werden", betonte er.

In den kommenden Monaten soll der "Masterplan" unter Mitwirkung von Regionen und Gemeinden eine Feinabstimmung erfahren. Man werde alle einbinden, niemand solle sich hintangestellt fühlen, versprach der SPÖ-Chef. (APA)

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