Schwarzenegger will nicht US-Präsident werden

12. Juli 2005, 09:32
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"Strebe keine Polit-Karriere an" - Exil-Österreicher im Umfragetief hat kein Problem mit der Politik aufzuhören

Wien - Arnold Schwarzenegger, Gouverneur von Kalifornien, hat keine Ambitionen auf die US-Präsidentschaft. "Ich wurde nicht Gouverneur, um eine Politkarriere zu starten", erklärte Schwarzenegger laut einer Vorausmeldung von Mittwoch in einem Interview mit der Info-Illustrierten "News".

Verfassungsänderung weiter unterstützen

Den Antrag auf Verfassungsänderung, der im Ausland Geborenen die Möglichkeit zur Kandidatur geben soll, werde er weiter unterstützen. "Aber das wird sicher nicht in meiner Zeit beschlossen werden. Deshalb verschwende ich keinen Gedanken daran", so der gebürtige Steirer.

"Die USA hat ihre eigenen Gesetze"

Kritik aus Österreich treffe ihn nicht. Es sei "nicht repräsentativ für das Land", wenn österreichische Politiker "dumme Sachen verbreiten". Persönlich unterstütze er die Todesstrafe, verstehe jedoch, dass die Österreicher sie ablehnten. "Vielleicht würde ich auch anders denken, wenn ich in Österreich leben würde." Die USA hätten jedoch ihre eigenen Gesetze. Die müsse man "so exekutieren, wie sie beschlossen wurden."

Kein Problem mit Ausstieg

Sollte er mit seinem Sparkurs scheitern, hätte er keine Probleme, sich aus der Politik zurückzuziehen: Er habe "keinen politischen Lebensplan", "nichts zu verlieren" und freue sich auf neue Herausforderungen. "Ich liebe es, einen völligen Neustart zu versuchen." Trotz schlechter Umfragewerte glaube er an den Erfolg seiner Reformen. Der Forderung der Demokraten, mehr auszugeben als das Land einnehme, werde er nicht nachgeben: "Genau so ist unser 22-Milliarden-Defizit entstanden. Ich sage: Nur über meine Leiche."

Wenn er mehr Zeit hätte, würde er "nächste Woche" nach Österreich fahren, um die Handelsbeziehungen anzukurbeln, sagte Schwarzenegger. (APA)

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