Österreicher schwanken zwischen Sparen und Konsumieren

15. Juli 2005, 16:42
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Laut Umfrage glauben mehr Österreicher, dass Geld Ausgeben dem Wirtschaftsaufschwung zuträglicher ist als Hüten - in der Praxis wird dennoch gespart

Linz - Einen Widerspruch hat eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS aufgedeckt: 63 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass es am ehesten zum Aufschwung der Wirtschaft beiträgt, wenn man nicht ans Sparen denkt und möglichst alles anschafft. 45 Prozent zählen sich selber dennoch zu denen, die genügsam sind. Die Umfrageergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht.

Lieber Kaufen

IMAS führte im Juni und Juli telefonische Interviews mit 1.004 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen durch. Dabei gaben fast zwei Drittel der Befragten an, dass die Wirtschaft am ehesten auf Touren kommt, wenn möglichst alles angeschafft wird, was man braucht oder haben möchte. Nur 19 Prozent gehen davon aus, dass es zu einem Konjunkturaufschwung kommen kann, indem man genügsam ist und spart.

In der Praxis

Die nähere Analyse der Ergebnisse belege, so das Institut, dass auch von denjenigen Personen, die erklären, man sollte den Euro jetzt vor dem Einkauf nicht erst zwei Mal umdrehen, lediglich 43 Prozent auch in diesem Sinn handeln. 45 Prozent tun das Gegenteil und betreiben Konsumverweigerung.

63 Prozent der von IMAS Befragten sind der Ansicht, dass die Wirtschaftskrise nicht vorbei ist. Nur 17 Prozent sind der Ansicht, dass sie überstanden ist.

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