"Women's Health Study" belegt geringen Nutzen von Vitamin E für Frauen

6. Juli 2005, 10:41
posten

Weder Infarkt, Schlaganfall oder Krebs könne wider verbreiteter Annahme vorgebeugt werden

Chicago - Eine weitere Studie stellt den Nutzen von Vitamin E zur Vorbeugung von Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie Krebs in Frage. Dieses Mal kamen ForscherInnen der Harvard-Universität in Boston bei einer zehnjährigen Untersuchung von 40.000 Amerikanerinnen zu der Überzeugung, dass das Vitamin Frauen weder gesünder macht noch vor einem Infarkt, Schlaganfall oder einem Krebsleiden schützt. Das berichten die AutorInnen der "Women's Health Study", einer fortlaufenden Untersuchung von Krankenschwestern in den USA am Mittwoch in der Ärztezeitschrift "JAMA" (Bd. 294, S. 55).

Weitverbreitet

Ein ähnliches Ergebnis hatte vor Kurzem schon eine ebenso umfangreiche Studie an US-MedizinerInnen (Physicians' Health Study) erbracht. Dagegen hatten vorläufige Untersuchungsergebnisse der achtziger und neunziger Jahre ExpertInnen und Öffentlichkeit zu der Annahme verführt, dass Vitamin E das Risiko für die häufigsten Todesursachen - Herztod und Krebs - vermindert. Laut "JAMA" empfahlen 1997 mehr als 40 Prozent aller amerikanischen KardiologInnen ihren PatientInnen, das preiswerte und nebenwirkungsfreie Vitamin prophylaktisch einzunehmen. (APA)

Share if you care.