Oppositionelle Demokraten haben Mehrheit der Direktmandate

8. Juli 2005, 16:20
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Berisha auf Koalitionspartner angewiesen

Tirana - In Albanien hat die oppositionelle Demokratische Partei (PDSh) von Ex-Präsident Sali Berisha bei der Parlamentswahl vom vergangenen Sonntag gesiegt, nicht aber die absolute Mehrheit erreicht. Die rechtsgerichtete PDSh hat 55 der insgesamt 100 Direktmandate errungen. Dieses Teilergebnis gab am Mittwoch die zentrale Wahlkommission in Tirana bekannt.

Die regierenden Sozialisten (PSSh) von Ministerpräsident Fatos Nano kommen nach Angaben der Kommission auf 42 Direktmandate. Den Rest teilen sich drei kleinere Parteien. Von den 140 Abgeordnetensitzen in der Nationalversammlung werden 100 in Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrecht vergeben, die übrigen 40 gehen an die Parteien nach dem Verhältniswahlrecht. Jeder stimmberechtigte Bürger hat zwei Stimmen: Eine für den Kandidaten in seinem Wahlkreis, eine für die Parteiliste.

Bei der Vergabe der restlichen 40 Mandate werden linke Parteien 21 und rechte 19 Mandate bekommen. Die Berisha-Partei hat bereits angekündigt, mit der kleinen Republikanischen Partei eine Koalitionsregierung bilden zu wollen. Das vorläufige Endergebnis wird im Laufe des Tages erwartet. (APA/dpa)

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