Hurrikan "Dennis" fegt über Haiti und Jamaika

7. Juli 2005, 09:27
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Straßen überschwemmt - Schulen und Flughafen geschlossen

Les Cayes/Haiti - Der Hurrikan "Dennis" hat in Haiti und Jamaika Straßen überschwemmt und mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Mit zunehmender Geschwindigkeit von fast 130 Kilometern pro Stunde fegte der Sturm in der Nacht zum Donnerstag in Richtung Kuba. Am frühen Morgen befand er sich rund 455 Kilometer südöstlich der jamaikanischen Hauptstadt Kingston. Auch in der benachbarten Dominikanischen Republik bereitete sich die Bevölkerung auf starke Überschwemmungen und Erdrutsche vor.

Die jamaikanischen Behörden riefen die Küstenbewohner auf, sich ins Landesinnere zurückzuziehen und von Flüssen fern zu halten. Die Schulen des Landes wurden bis Freitag geschlossen, und der Flughafen von Kingston stellte den Betrieb ein. In den Geschäften bildeten sich lange Warteschlangen, da sich viele Menschen mit Vorräten eindeckten. Meteorologen rechneten damit, dass der Hurrikan mehr als 30 Zentimeter Regen bringen könnte. "Dennis" wurde am Mittwoch von einem tropischen Sturm zum Hurrikan heraufgestuft.

Für den Osten Kubas wurde eine Hurrikan-Warnung herausgegeben, die sich auch den US-Stützpunkt Guantanamo und das dortige Gefangenenlager erstreckte. Die Streitkräfte planten zunächst keine Evakuierung, wie eine Sprecherin mitteilte.

"Dennis" folgt unmittelbar auf den Tropensturm "Cindy", der am Dienstag den US-Staat Louisiana erreichte. Dort waren im Südosten in Folge des Unwetters tausende Haushalte ohne Strom. Am Mittwoch gab es heftige Regenfälle an der Golfküste des US-Staates Mississippi. Mehrere Straßen wurden überschwemmt. Im Raum New Orleans waren nach Angaben der Behörden mehr als 100.000 Haushalte ohne Strom. Es wird erwartet, das "Dennis" am Wochenende den Golf von Mexiko erreicht. (APA/AP)

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