AK-Kunstpreis 2005 heuer gleich zweimal vergeben

12. Juli 2005, 13:13
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Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und künftigen Arbeitswelten: Preisträgerinnen Heike Nösslböck und Claudia Gasser

Linz - Aufgrund der hervorragenden Einreichungen hat die Arbeiterkammer Oberösterreich ihren AK-Kunstpreis 2005 heuer gleich zweimal vergeben. Mit Heike Nösslböck und Claudia Gasser wurden zwei junge Künstlerinnen ausgezeichnet.

Lebens- und Arbeitswelt

Seit dem Jahr 2000 vergibt die AK Oberösterreich den mit 1.500 Euro dotierten AK-Kunstpreis. Dieser wird für Diplomarbeiten von Studierenden der Kunstuniversität Linz verliehen. Ziel ist es, Studierende zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen und künftigen Arbeitswelten anzuregen. Gleichzeitig sollen Ergebnisse zeitgenössischen Kunstschaffens in das Blickfeld der Arbeitnehmer/-innen gerückt werden.

Die beiden ausgezeichneten Arbeiten sind in ihrem Ergebnis sehr unterschiedlich, doch beinhalten sie viele Gemeinsamkeiten in ihrer grundsätzlichen Fragestellung nach Sinn und Motivation in der Lebens- und Arbeitswelt.

Sinnkrise der Mittzwanziger

Heike Nösslböck aus Peilstein bekam den AK-Kunstpreis für einen inszenierten Kurzfilm mit dem Titel "Quarterlife Crisis - die Sinnkrise der Mittzwanziger". Die Suche nach dem "richtigen" Beruf ist ein häufiger Auslöser einer Sinnkrise junger Erwachsener. Heute steht bei der Berufswahl nicht mehr ausschließlich der Broterwerb im Vordergrund, sondern die persönliche Erfüllung. Für Frauen stellt sich insbesondere die Frage "Karriere oder Kind?". Sie sollen auch mit 30 oder 40 noch Möglichkeiten haben, neue Wege zu gehen und neue Lebens- und Arbeitsmodelle auszuprobieren. All diese Fragen hat Maga Heike Nösslböck in ihrem Kurzfilm überzeugend umgesetzt.

Gemeinsames Malen

Claudia Gasser aus Wels wurde für ihre Diplomarbeit zum Malen im 44er Haus ausgezeichnet. Darin geht es um das gemeinsame Malen, um den Kommunikationsprozess und um die Teamarbeit, die dabei gefördert wird.

Besonders beeindruckt hat die Jury, dass in den Malgruppen Menschen aus allen Altersstufen zusammen gearbeitet haben. Kreativität und das gemeinsame künstlerische Arbeiten sind ein möglicher Weg, um Verständnis für die besonderen Fähigkeiten der jugendlichen und älteren Menschen in der Arbeitswelt zu schaffen. (red)

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