Geld an Bauern für Artenschutz

29. Juli 2005, 20:35
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EU will Subventionspraxis ändern: Landwirte sollen für Schutz von seltenen Arten und Urlaub am Bauernhof Beihilfen erhalten

Brüssel - Wegen des Streits um die Agrarpolitik gibt es zwar noch keine Einigung über das künftige EU-Budget, aber die EU-Kommission preschte am Dienstag mit einem Vorschlag vor, wie das Geld für die ländliche Entwicklung zwischen 2007 und 2013 ausgegeben werden soll. Der Schutz von seltenen Arten und Urlaub am Bauernhof gehören demnach zu den Aktivitäten, wofür Landwirte künftig Beihilfen von der EU erhalten sollen. So sehen es zumindest die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Strategien für den ländlichen Raum vor. Das Programm soll in den nächsten Monaten diskutiert, unter österreichischer EU-Präsidentschaft Anfang 2006 beschlossen werden und bis 2013 gelten.

Nach den Vorstellungen der Brüsseler Behörde soll es nur noch einen Fonds für die ländliche Entwicklung geben. Damit sollen die finanziellen Rahmenbedingungen vereinfacht werden. Das Dokument der EU-Kommission listet drei prioritäre Bereiche auf: die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, das Management von Umwelt und Boden und die Diversifizierung der Landwirtschaft. Für den ersten Bereich wird als Projekt beispielsweise E-Business auf dem Bauernhof vorgeschlagen. In den dritten Sektor fallen Projekte, die dazu beitragen sollen, mehr weibliche Arbeitskräfte in den Agrarsektor zu bringen. (afs, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.7.2005)

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