Streit um Klimawandel

7. Juli 2005, 09:43
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Blair will Maßnahmenpaket, Bush dagegen

Neben der Armutsbekämpfung hat Großbritanniens Premier Tony Blair auch den Klimaschutz zum Schwerpunkt der Beratungen des G-8-Treffens erklärt. Blair drängt auf eine Gipfel-Erklärung, in der der Klimawandel offiziell konstatiert wird, und auf die Verabschiedung eines Maßnahmenpakets dagegen.

Eine konkrete Verpflichtung der USA, die Emission von Kohlendioxid gemäß dem Kioto-Protokoll zu reduzieren, werde es nicht geben, ließ US-Präsident George W. Bush allerdings bereits am Montag öffentlich ausrichten. Sollte bei dem Treffen ein Papier vorgelegt werden, das dem Kioto-Protokoll ähnle, sei die Antwort der USA Nein, so Bush. Das Kioto-Abkommen verpflichtet zu einer deutlichen Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2012. Von den G-8-Staaten haben nur die USA das Abkommen nicht unterzeichnet.

Auch China und Indien, die ebenfalls Vertreter nach Gleneagles entsenden, sollen in die Klimaschutzerklärung - soweit diese zustande kommt - mit eingebunden werden. China ist nach den USA der zweitgrößter Produzent von Kohlendioxid, als Entwicklungsland aber nicht zur Reduzierung der Treibhausgase nach dem Kioto-Protokoll verpflichtet. (AFP, Reuters, red/DER STANDARD, Printausgabe, 6.7.2005)

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