Steirische Raiffeisen bietet digitale Signatur an

14. Juli 2005, 19:32
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Vorerst in drei Bankstellen Registrierung möglich

Die Raiffeisenlandesbank Steiermark will die digitale Signatur für Bankomatkarten verstärkt anbieten. Raiffeisen habe durch eigene Projekte die bisher schon hohen Sicherheitsstandards weiter ausgebaut. Die Einrichtung von Registrierungsstellen in den Raiffeisenbanken ist im Gange, hieß es am Dienstag in Graz bei einer Pressekonferenz der RLB. Erste Registrierungsstellen sind das Unicenter Graz sowie die Raiffeisenbanken Hitzendorf und Mürzzuschlag.

Elba

Bei Raiffeisen Steiermark wird die digitale Signatur im elektronischen Zahlungsverkehr Elba eingesetzt, in Elba-classic ist die qualifizierte Signatur bereits seit längerem realisiert. Die digitale Signatur ist die Alternative der derzeitigen Lösung mit Pin bzw. Tan (Persönliche Indentifizierungs- bzw. Transaktionsnummer) und sichert sowohl Kunden als auch die kontoführende Bank gegen alle bekannten Angriffe durch Dritte besser ab. Es wird damit also die Sicherheit vor allem bei Internet-Transaktionen erhöht.

Abhängig von der "Qualität" der Signatur bzw. Unterschrift

In den Registrierungsstellen wird die Freischaltung der Signaturfunktion auf der Maestrokarte (Bankomat-Karte) durchgeführt. Abhängig von der "Qualität" der Signatur bzw. Unterschrift können zwei verschiedene Zertifikate zur Anwendung kommen, so die RLB: die "einfache Signatur" mit einem vierstelligen Pin (vierstellige persönliche Identifikationsnummer), vergleichbar mit einer Paraphe und anzuwenden für Anmeldungen bei EDV, als Türöffner und ähnliches. Die "qualifizierte Signatur" ist mit einem sechs- bis achtstelligen Pin (Signatur-Pin) versehen, die der eigenhändigen Unterschrift entspricht. Dieser könnte bei Erledigung von Amtswegen zur Anwendung kommen.

Die digitale Signatur oder elektronische Unterschrift (ELU), ist das rechtsgültige Äquivalent zur eigenhändigen Unterschrift in der elektronischen Welt. Die Regeln für ihre Anwendung sind im Signaturgesetz und der Signaturverordnung festgelegt. Die Daten für die Signatur werden elektronisch auf einer Chipkarte in "Zertifikaten" abgelegt. Die technische Abwicklung erfolgt über ein Trust Center, das auch als Zertifizierungsstelle fungiert. In Österreich übernimmt diese Aufgabe die Firma "A-Trust Gesellschaft für Sicherheitssysteme im elektronischen Datenverkehr GmbH".(APA)

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