Bertelsmann schließt Übernahme von Columbia House ab

13. Juli 2005, 13:00
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Kaufpreis auf rund 400 Millionen Dollar geschätzt

Der deutsche Medienriese Bertelsmann hat die Übernahme des US-Musikkonzerns Columbia House vollzogen.

BMG Direct teilte am Dienstag mit, sie habe 100 Prozent der Columbia House vom Finanzinvestor Blackstone Group erworben. Über die Einzelheiten der Transaktion wurden keine Angaben gemacht. In Branchenkreisen wurde der Kaufpreis auf rund 400 Millionen Dollar (335 Millionen Euro) geschätzt. BMG Direct gehört zur DirectGroup, in der der Gütersloher Medienkonzern sein Buchclub-Geschäft zusammengefasst hat.

Columbia House ist mit weit über acht Millionen Kunden der größte Versandhändler für Filme und DVDs in den USA. Seinen Jahresumsatz hatte zuvor Bertelsmann-Chef Gunter Thielen auf 800 Millionen Dollar beziffert. Die DirectGroup betreibt Buch- und Musikclubs in 22 Ländern und erzielte 2004 mit über 12.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

Bertelsmann ist - wie der deutsche Konkurrent Holtzbrinck - mit Buchclubs groß geworden und gilt immer noch als weltgrößter Buchclub-Anbieter. Mitglieder von Buchclubs erhalten Bücher, Musik-CDs und ähnliche Produkte billiger als im normalen Handel, müssen dafür aber in regelmäßigen Abständen Waren abnehmen. (APA/Reuters)

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