Suche nach fünf Bergsteigern am Großvenediger

6. Juli 2005, 08:22
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Gruppe in Wettersturz gegangen - derzeit keine Vermisstenanzeige

Im Gebiet des Großvenedigers im Salzburger Pinzgau sind möglicherweise fünf Bergsteiger abgängig. Die fünf waren am Montag beim Überschreiten des Nordgrates auf dem Venediger beobachtet worden. "Die Leute sind genau in den Wettersturz gegangen", sagte Andrea Hinterseer, Sprecherin der Bergrettung Salzburg, der APA. Eine Vermisstenanzeige lag vorerst aber nicht vor.

Gruppe sei plötzlich verschwunden

Die Gruppe sei plötzlich verschwunden, schilderte Hans Peter Stotter, Leiter des Bergrettungsdienstes Neukirchen, die Mitteilungen von anderen Alpinisten gegenüber dem ORF. Sollte es einen Unfall gegeben habe, dann sei die Lage sehr kritisch. Aus diesem Grund hätten die Einsatzkräfte am Dienstag selbst die Initiative ergriffen. Die Suche musste ohne Hubschrauber-Unterstützung beginnen, weil es zunächst keine Sichtflugbedingungen in den Tauern gab.

Der Hüttenwirt der Kürsinger Hütte schlug bereits Montagabend Alarm. "Wir haben auch die anderen Hütten im Gebiet kontaktiert. Dort ist niemand abgängig." Da auf der Warnsdorfer Hütte gerade der Bergrettungs-Nachwuchs einen Ausbildungskurs abhält, helfen diese mit einem Team erfahrener Ausbilder bei der Suche im Venediger-Gebiet.

"Wir können jetzt nur das tun, was machbar ist. In der Nacht gab es heftige Gewitter, und am Morgen hat es zu schneien begonnen. Der Neuschnee ist das Problem. Wir hoffen, dass diese Personen halbwegs geplant biwakieren konnten, mit entsprechender Ausrüstung. Andernfalls wäre die Situation sehr schlecht", so Stotter. (APA)

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